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Der Mehrgenerationenpark

in Oberbrügge

 

 

Im Rahmen seiner Filmreihe „Mein Fotoprojekt 2020“ veröffentlichte Peter Bell auch die Folge „Oberbrügge – Ehringhausen, das ist auch Halver!". Es gibt in der Tat auch viele interessante Aspekte zu „Halvers größtem Ortsteil“, wie Oberbrügge-Ehringhausen auch genannt wird. Einer davon soll hier vorgestellt werden.

 

Erste Ideen und erstes Konzept

 

Anfang Juni 2018 entstand nach einem ersten Dorf-Brainstorming Leader-Konzept sowie in internen Beratungen und Gesprächen in einer Outdoor- und Indoor-Gruppe die Idee eines Mehrgenerationenparks. Sie wurde dann Mitte Juni 2018 vom Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen in der Presse vorgestellt.

 

Es fehlte eine Begegnungsstätte, an der sich mehrere Generationen auch außerhalb von Vereinen treffen können. Dies war der Hintergrund der Überlegungen, die nun in ein Konzept gefasst werden sollten. Jürgen Wichert, 1. Vorsitzender des Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen sagte damals dazu, dass man ein Gesamtprojekt auf die Beine stellen wolle das als ein großes Ganzes wirke. Zusammen mit Peter Seyfried von der Outdoor-Gruppe präsentierte er ein vorläufiges Konzept, das als Vorlage für eine Bewerbung um Leader-Fördergelder dienen sollte. Dabei mache es Sinn, das möglichst auch auf das Dorfzentrum zu beziehen.

 

In die Idee des Mehrgenerationenparks wurden auch das Bürgerhaus und die Grundschule mit dem Sportplatz eingeschlossen. Auch war damals schon die Rede von Fitnessgeräten, die als Trimm-Dich-Strecke integriert werden könnten. Der vorhandene Teich sollte in diesem Rahmen auch gesäubert sowie ökologisch ansprechend gestaltet und einbezogen werden. Der um den Teich laufende Weg könnte dann auch zu einem Naturlehrpfad und einer Crosslaufstrecke umgewandelt werden. Viele weitere Aspekte wie ein Sonnensegel zur Überdachung des Amphitheaters, eine Aufwertung der Gedenkstätte, eine Grillhütte, eine Doggie-Station (= Mülleimer für Hundekot), eine Boulder-Kletterwand an der Außenwand der Turnhalle und eine Beleuchtung waren im Gespräch.

 

Die vorhandenen Hütten im Bereich des angedachten Mehrgenerationenparks waren baufällig un d sollten abgerissen werden und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Denkbar war für das Aktionsbündnis auch ein Bauwagen für Jugendliche. Alle Vorschläge mussten aber erst noch mit der Stadt abgestimmt werden. Den Leader-Antrag wollte man danach noch bis zu den Sommerferien einreichen.

 

Keine Leader-Fördermittel für den Mehrgenerationenpark

 

Anfang Februar 2019 war ziemlich klar, dass es für das Projekt Mehrgenerationenpark in Oberbrügge wohl keine Leader-Fördergelder geben würde. Jedenfalls konnte die Aussicht darauf zu diesem Zeitpunkt weitgehend ausgeschlossen werden. Zwar war der Leader-Fördertopf für dörfliche und regionale Projekte noch mit rund 260.000 Euro gefüllt, doch als die Leader-Arbeitsgruppe (LAG) in diesen Tagen zusammentrat um weitere Gelder zu verteilen, würde Oberbrügge wohl nicht dabei sein. Der Antrag aus dem Vorjahr war offensichtlich nicht erneuert worden und stand deshalb auch nicht auf der Tagesordnung.

 

Als Grund dafür wurde spekuliert, dass das Gesamtprojekt schlichtweg zu voluminös war, denn allein um 250.000 Euro ging es schon bei einem Multifunktionsraum,  der Aufwertung der Sportanlage samt Fangzäunen und einem neuem Kunststoffbelag, der geplanten LED-Beleuchtung, der Aufwertung von Wegen und Crosslaufstrecke, Sportgeräten, Wetterschutz, einer Ruheinsel und der angedachten Boulder-Kletterwand.

 

Selbst wenn der Antrag aus Oberbrügge nur ruhte, wären die erhofften Leadergelder nach der Zusammenkunft der LAG mit großer Wahrscheinlichkeit vergeben.

 

Ein Bauwagen für Jugendliche

 

Der Bauwagen für Jugendliche, den das Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen im Rahmen des Mehrgenerationenparks mit angedacht hatte, konnte bereits Ende Februar 2019, unabhängig von den anderen Aspekten des Mehrgenerationenparks, angeschafft werden. Möglich gemacht hatte dies die Bürgerstiftung für Halver, dafür die Anschaffung inklusive Transport mit 1.100 Euro gefördert hatte. Das Aktionsbündnis hatte sich dafür bei der Bürgerstiftung beworben und den Zuschlag bekommen.

 

Den Transport des Bauwagens von Gelsenkirchen nach Oberbrügge organisierte ein örtliches Unternehmen mit einem Sattelschlepper. Mitglieder der Feuerwehr halfen beim Transport tatkräftig mit. Landwirt Henning Wolf schleppte den Bauwagen mit seinem Trecker an seinen angedachten Platz am Bürgerhaus.


Der Bauwagen war bis auf ein paar kleinere Reparaturarbeiten in einem einwandfreien Zustand. Er wurde bald darauf von den Jugendlichen unter fachmännischer Aufsicht selbst umgestaltet. „Wenn sie das selbst gemacht haben, schätzen sie es auch mehr“, sagte Britta Kattwinkel-Kiefer vom Aktionsbündnis.

 

Kristian Hamm, der nicht nur ebenfalls im Vorstand des Aktionsbündnisses ist, ist zugleich auch der Geschäftsführer von Sentiris. In der Trägerschaft von Sentiris befinden sich rund um das Bürgerhaus bereits die Kita Wunderland und der Jugendtreff Die Insel. Wie Kristian Hamm verlauten ließ, gäbe es bereits die Idee, dass auch der Bauwagen von Sentiris betreut werden könnte. Allerdings machte er dies auch abhängig von rechtlichen Fragen sowie von Personal und Ressourcen. Noch gäbe es keine feste Vereinbarung dazu. Während dessen war allerdings noch nicht klar, wie der Mehrgenerationenpark zu finanzieren und umzusetzen ist.

 

Die Realisierung des Mehrgenerationenparks rückt näher

 

Gegen Ende Oktober 2019 hieß es, dass die Umgestaltung des Geländes zum Mehrgenerationenhaus mit der entsprechenden Ausstattung rund 500.000 Euro kosten würde. Fördermittel wurden bereits beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 65 % lag bereits aus dem Landesprogramm Dorferneuerung vor. Jetzt kam es in erster Linie noch auf die Zustimmung der zuständigen Ausschüsse und politischen Gremien an.

 

Bei der Vorstellung des Projektes für die Öffentlichkeit Ende Oktober 2019 sagten sowohl Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer als Planer sowie der 1. Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Jürgen Wichert, und Bürgermeister Michael Brosch, dass der Startschuss zum Projekt im Idealfall noch 2019 fallen könnte. Dann könnte auch die Fertigstellung noch im Jahr 2020 geschehen.

 

Doch dann kam erst einmal ein kleiner Dämpfer. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen verschob den Beschluss zunächst und vertagte ihn in den Hauptausschuss. Immerhin geht es beim Mehrgenerationenpark um Investitionen in Höhe von geschätzten 444.000 Euro, von denen anteilig 288.000 Euro Zuschüsse des Landes sind. Den Restbetrag von (gerundet) 160.000 Euro trägt die Stadt. Der Hauptausschuss kam dann am 27. November 2019 zusammen.

 

Mit einer kleinen Präsentation stellte am Sonntagabend (1. März 2020) der Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer im Rahmen des Dorfabends im Bürgerhaus Am Nocken das Projekt Mehrgenerationenpark noch einmal vor. Die versammelten Oberbrügger waren von den Plänen angetan, äußerten aber auch Bedenken wegen möglichem Vandalismus. Solcher ist leider zwar nicht gänzlich auszuschließen, aber Pfeiffer äußerte sich optimistisch und meinte, dass alles recht Vandalismus-sicher geplant sei. Jürgen Wichert vom Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen ergänzte, dass sich das Aktionsbündnis ebenfalls um den Park kümmern werde. So sagte er: „Wir übernehmen die Trägerschaft und wollen dafür sorgen, dass alles schön bleibt.“

 

Die Baumaßnahmen beginnen

 

Am Mittwoch, dem 26. August 2020, ging es dann endlich mit den Bauarbeiten los. Den ersten symbolischen Spatenstich machten Bürgermeister Michael Brosch, Jörg Brinkschulte, Jürgen Wiechert, Johannes Struwe und Roland Pfeiffer gemeinsam. Die Landschaftsgärtner des beauftragten Green Team aus Sundern waren optimistisch die Arbeiten noch im Jahr 2020 fertigstellen zu können. Das bestätigte auch der Bauleiter Johannes Struwe.

 

Am Samstag, dem 5. September 2020, trafen sich einige Mitglieder des Aktionsbündnisses Oberbrügge-Ehringhausen und des MGV Oberbrügge-Ehringhausen. Sie demontierten die drei in die Jahre gekommenen Hütten beim Parkplatz des Bürgerhauses. Neue Hütten sollen hier bald wieder für Dorffeste und Martinsmärkte zur Verfügung stehen.

 

In der ersten Oktoberhälfte 2020 war deutlich zu sehen, dass die Arbeiten am Mehrgenerationenpark gut voran gingen. Es scheint zu klappen, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. „In drei Wochen soll alles fertig sein“, sagte Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer mit Bezug auf die ausführende Firma Green Team aus Sundern. Demnach wird der Park Anfang November 2020 fertiggestellt sein.

 

Literatur- und Quellenverzeichnis

 

Hesse, Florian: „Oberbrügge soll schöner werden - zweiter Anlauf“www.come-on.de, 25.10.2019

Hesse, Florian: „Mehrgenerationenpark: Entscheidung über Groß-Investition vertagt“www.come-on.de, 19.11.2019

Hesse, Florian & Opfermann, Johannes: „Keine Leader-Mittel für Mehrgenerationen-Projekt in Oberbrügge“www.come-on.de, 07.02.2019

Lorencic, Sarah: „Verwandlung rund ums Bürgerhaus: Arbeiten in Oberbrügge beginnen“www.come-on.de, 27.08.2020

Lorencic, Sarah: „Vorgeschmack auf neuen Park“; Allgemeiner Anzeiger, 12.10.2020

Meyrich, Svenja: „Neuer Park in Oberbrügge: Angst vor Vandalismus“www.come-on.de, 02.03.2020

Opfermann, Johannes: „Ein Bauwagen als Projekt für die Oberbrügger Jugend“www.come-on.de, 28.02.2019

Othlinghaus, Björn: „Die Arbeiten beginnen: Hütten weichen für Mehrgenerationenpark“www.come-on.de, 09.09.2020

Salzmann, Monika: „Leader-Projekt in Oberbrügge?“www.come-on.de, 13.06.2018

 



Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 12.10.2020 21:30:48 Uhr.


 

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