Dies ist eine kostenlose Homepage erstellt mit hPage.com.
 

Der Rathauspark

 

10 Jahre Midsummer Open-Air im Park

Zahlreiche Veranstaltungen, Feste und Events fanden im Laufe der Jahre im Rathauspark statt. Eine der bekanntesten und beliebtesten davon war das Midsummer Open-Air, das Tim Masson immer organisierte. Da Masson inzwischen aber im Saarland lebt, wurde es immer schwieriger für ihn die Organisation durchzuführen. So entschloss er sich mit dem 2013er Festival einen Abschied zu geben. Unter der Aussicht, dass es den Rathauspark vermutlich bald nicht mehr geben wird, dürfte es wohl das endgültige Aus des Midsummer Open-Air in der bisherigen Form sein. Unter der Aussicht, dass es den Rathauspark vielleicht bald nicht mehr geben wird, war dies das endgültige Aus des Midsummer Open-Air in der bisherigen Form.

Foto oben rechts: Der Musikpavillon im Rathauspark. Zentrum diverser Musikveranstaltungen in den letzten Jahrzehnten. Foto: Axel Ertelt, 2012.

Im Oktober 2004 hatte Tim Masson zusammen mit seinem Freund Christian Janz, der die technischen Feinheiten übernahm, das erste Midsummer Open-Air veranstaltet. Damals noch ein Verlustgeschäft. In den letzten Jahren ging es dann plus/minus null aus.

Am Samstag, dem 17. August 2013, fand im Rathauspark zum zehnten Mal das Midsummer Open-Air statt. Ein Jubiläum, das gleichzeitig auch die Abschiedsveranstaltung war. Vor allem bei der jüngeren Generation war dieses Rock-Festival sehr beliebt, bei dem die verschiedensten Bands auftraten. Und das Beste für die Zuschauer – oder besser gesagt die Zuhörer – war, das alles kostenlos war. Finanziert wurde die Veranstaltung durch den Verkauf von Speisen und Getränken sowie durch diverse lokale Sponsoren. Deshalb lautete das Motto auch immer „umsonst und draußen“.

 

Hardcore Help Summerfest  als Nachfolger des Midsummer Open-Air

Nach dem endgültigen Aus des Midsummer Open-Air mit der letzten Veranstaltung im Jahr 2013 gab es ersatz- und probeweise im Juli 2014 das Hardcore Help Summerfest. Veranstalter war die Hardcore Help Foundation. Erwartet wurden 500 Besucher. Gekommen sind rund 1.000 Besucher. Nach einem solchen Erfolg, der alle Erwartungen weit übertroffen hatte, dachte man schnell über eine Neuauflage der Veranstaltung nach. Und so fand im Juli 2015 das 2. Hardcore Help Summerfest im Rathauspark statt. Wie schon das frühere Midsummer Open-Air ist auch das Hardcore Help Summerfest frei, das heißt, ohne Eintritt, zu besuchen. Einnahmen aus Spenden und dem Verkauf von Essen und Getränken sollen in verschiedene Projekte Lüdenscheider Organisationen fließen. Am 09. Juli 2016 schließlich fand bereits das 3. Hardcore Help Foundation Summerfest statt. Und wieder kamen gut 1.000 Besucher zu diesem Musik-Event. Nach diesen grandiosen Erfolgen wurde das Hardcore Help Summerfest auch 2017 und 2018 erfolgreich weitergeführt.

 

Der Park als Trinkerparadies und Müllhalde

„Das Wort Park (von Mittellatein parricus „Gehege“) bezeichnet nach den Regeln der Gartenkunst gestaltete größere Grünflächen, die der Verschönerung und der Erholung dienen.“ [Wikipedia: „Park“de.wikipedia.org, 10.09.2012]  Genau dies ist es, was ein Bürger in der Regel von einem Park erwartet: Eine gepflegte Grünanlage bestehend aus Rasenflächen, Bäumen, Büschen und Blumen, durchzogen von sauberen Wegen, an denen an einigen Stellen Bänke stehen, die der Ruhe und Erholung dienen.

Der Rathauspark an der Thomasstraße passt so ganz und gar nicht in dieses allgemein gültige Bild, das wir uns von einem Park machen. So hat der Park als dass, was er sein sollte, nämlich eine Oase der Ruhe und der Erholung, schon seit langer Zeit seinen eigentlichen Sinn verloren. Außer bei irgendwelchen offiziellen Veranstaltungen sieht man dort kaum mal einen Halveraner Bürger sondern nur diverse Personen, die hier von Frühjahr bis Herbst tagtäglich herumhängen und den ganzen Tag Alkohol konsumieren. Batterien von Bierflaschen, 2013 sogar schon mehrere Bierkästen auf einmal, prägen das Bild eines Parks, der inzwischen zu einem Saufparadies verkommen ist.

Vor allem Bier drückt ganz gewaltig auf die Blase. Wo aber diese entleeren, sind doch die Toiletten am Musikpavillon verschlossen. Gingen die Betroffenen früher noch zwischen die Büsche, wird heute in aller Öffentlichkeit ungeniert vor den Augen vorbeikommender Passanten und Kinder an die Wand des Pavillons uriniert oder mitten im Park am Wegrand in die Büsche oder gar auf die Wiese. An einigen Stellen zur Schützenstraße wachsen wilde Brombeeren direkt am Weg, die gerne von Kindern gepflückt und gegessen werden. Mir laufen eiskalte Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, dass hier am Tag zuvor noch jemand hineingepinkelt hat. Das große Geschäft wird dann zwischen die Büsche erledigt – oder was?

Und dies quasi alles unter den Augen der Stadtverwaltung, die nur einen Blick aus dem Fenster des Rathauses werfen muss, um den gesamten Rathauspark zu überblicken. Andernorts geht man konsequent gegen solche Praktiken vor, was zusätzlich auch noch Geld ins Stadtsäckel bringen würde, denn nach der „Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Halver vom 08.09.1999“ ist es strikt verboten „in den Anlagen und auf Verkehrsflächen die Notdurft zu verrichten“.

[Fototafel] Oben links: Grillstelle mit offenem Holzkohlefeuer hinter dem Pavillon. Oben Mitte: Am Wegrand entsorgte Grillasche mit Restkohle. Oben rechts: Grillstelle auf den Stufen der Pavillon-Vorderseite mit Mülltüte und kleinen Schnapsfläschchen auf der Treppe verteilt. Unten links: Fast zugewachsener Weg beim Brunnen. Die Zweige des Baumes hängen so tief, dass man mit dem Gesicht mittendurch muss. Unten Mitte: Auf diesem Foto sind auf wenigen Quadratzentimetern gleich drei Schnapsfläschchen zwischen den Büschen entsorgt worden. Das dritte ist kaum erkennbar in der linken oberen Bildecke. Unten rechts: Lagerplatz im Schutz dichter Büsche. Die Steine und das Brett waren noch kurz vorher als „Tisch" aufgebaut gewesen. Dazwischen die Scherben von mindestens zwei Bierflaschen und (der rote Punkt links oben) ein Aschenbecher. (Alle Fotos: Axel Ertelt, 2012/2013.)

Hunderte von Kronkorken und Zigarettenkippen liegen auf den Wegen, vor allem im Bereich der beiden Bänke am Brunnen und im Umfeld des Musikpavillons, und immer wieder kleine und große Schnapsflaschen am Wegrand oder hauptsächlich auch in den Büschen rund um den Park. Zudem liegt überall Abfall und Unrat von Bierkartons bis Damenbinden und Slipeinlagen. Letztere auch schon mal wochenlang mitten auf dem Weg. Große Hunde werden frei im Park herumlaufen gelassen und deren „Hinterlassenschaften“ bleiben garantiert auch liegen. Zudem wird häufig auf mehr oder weniger provisorischen Grills gegrillt und die Asche anschließend irgendwo zwischen die Büsche des Parks entsorgt.

 

Sind die Tage des Parks gezählt?

Monate vor Bekannt werden des favorisierten Stadtpark-Entwurfes und dem damit möglicherweise verbundenen Ende des Rathausparks spekulierte bereits die Freie ev. Gemeinde Halver mit einem Gemeindeneubau auf dem Areal des jetzigen Rathausparks. Diese Spekulation war einer von zwei möglichen Standorten für einen Gemeindehausneubau, da das alte Gemeindehaus in der Von-Vincke-Straße zu klein geworden ist und den verschiedenen Gruppen und ihren Angeboten nicht mehr gerechtfertigt wird. Inzwischen wurde aber das Vorhaben eines Neubaus wieder fallen gelassen und es ist derzeit ein An- und Umbau des vorhandenen Gebäudes geplant.

Der Siegerentwurf zur Gestaltung des neuen Stadtparks sieht für den Rathauspark ein Baugebiet mit sechs Gebäuden vor. Eingesehen werden kann der Plan in dem Artikel „‚Stadtpark' kommt gut an“ von Frank Zacharias auf come-on.de. Hier soll dabei ein Mehrgenerationenwohnen in einer parkähnlichen Landschaft entstehen. Von anderer Seite wurde auch eine Bebauung mit seniorengerechten Wohnungen angeregt, was aber im Großen und Ganzen auf Ähnliches hinauslaufen würde, da ein Mehrgenerationenwohnprojekt ja in jedem Fall auch seniorengerecht (und behindertengerecht) sein sollte.

Der Vorteil wäre, sofern sich dafür ein Investor finden lässt, dass sich das Problem des Parks als Saufparadies, Müllhalde und Kloake damit automatisch erledigen würde. Ein privater Investor und Vermieter wird die derzeitigen Zustände sicher nicht dulden.

 

Ist der Rathauspark noch als Park zu retten?

Der Baumverein Halver hat gegen eine Bebauung bereits Protest eingelegt, da die Planung mit dem Bestand der erhaltenswerten Bäume im Rathauspark kollidiere.  Zudem wurden Bäume des Parks für die Wahl zum „Baum des Jahres 2013“ ausgewählt. Diese Wahl fand dann auch am 29. September 2013 während des Halveraner Herbst statt. Mit 197 von 406 abgegebenen Stimmen fielen fast die Hälfte auf den Mammutbaum, der in der Nähe des Brunnens im Rathauspark steht. Damit wurde der Mammutbaum im Rathauspark zu Halvers Baum des Jahres 2013 gewählt.

Foto links: Der zum Baum des Jahres 2013 gewählte Mammutbaum im Rathauspark.
Foto: Axel Ertelt, 07.10.2013.

Das kann auch als eine deutliche Ansage an die Stadtverwaltung verstanden werden: Die Halveraner Bürger wünschen sich den Erhalt des alten Rathausparks. Allerdings muss sich dort in Sachen Sauberkeit (Saufgelage, Wildpinkler, offenes Feuer, Müll, freilaufende Hunde usw.) einiges tun bzw. hart durchgegriffen werden.

Einmal wurden Netto-Kunden von einem dieser „Herren“, die in diesem Discount-Markt ihren Alkoholnachschub besorgen, grundlos und obszön angepöbelt. Solche Vorkommnisse werfen dann auch auf den Discounter kein gutes Licht. Kunden könnten dadurch verloren gehen.

Mitte Juni 2016 kritisierte auch UWG-Ratsherr Paul-Adolf Turck im Ausschuss für Planung und Umwelt den Zustand des Rathausparks als „beschämend und echte Zumutung“. Und er war der Meinung, dass es Zeit sei endlich ein Konzept für die Pflege auszuarbeiten. Damit sprach er vielen Halveraner Bürgern aus der Seele. Doch entwickelte sich aus dieser Anfrage wieder einmal mehr die beschämende Diskussion über das weitere Fortbestehen des Parks. Bürgermeister Michael Brosch und Kämmerer Markus Tempelmann sind offenbar der Ansicht, dass der Rathauspark in Zukunft überflüssig sei und eine Pflege nur Kosten und Arbeit verursachen würden.

 

Besserung in Sicht?

Zum 1. Januar des Jahres 2016 kaufte der Halveraner Unternehmer Michael Gedigk das frühere Mark-E-Gebäude zwischen dem Rathauspark und dem Verbindungssträßchen zwischen der Thomas- und der Schützenstraße. Anfang März war das Gebäude zur Renovierung bereits eingerüstet und der zwischen dem Gebäude und dem Rundweg des Parks gelegene Teil war restlos von Sträuchern, Büschen und Wildwuchs befreit. Erschreckend, was hier an Unrat in Form von Schnapsflaschen, Getränkeverpackungen und Kronkorken bis hin zu alten Möbelstücken gefunden wurde. Eine Situation, auf die ich hier und in Leserbriefen im Allgemeinen Anzeiger bereits mehrfach hingewiesen hatte.

Der gerodete Teil des Rathausparks mit dem früheren Mark-E-Verwaltungsgebäude dahinter.
Foto: © Axel Ertelt (März 2016)

Die Rodung des Wildwuchses in diesem Teil des Rathausparks geschah laut Gedigk in Absprache mit dem Baumverein Halver und der Stadt Halver, von der der Unternehmer die rund 500 m² des Parks gepachtet hat, die an das Grundstück mit dem Gebäude angrenzen. Nach dieser Aktion schrieb Martin Meyer in seinem Bericht „Platz für Ärzte, Kindergärten oder Büros“ im Allgemeinen Anzeiger vom 05.03.2016 nahezu euphorisch: „Die Umgestaltung der zwischen 6.000 und 7.000 Quadratmeter großen Grünanlage dient auch der Aufwertung des früheren Verwaltungsgebäudes der Mark-E.

Leider war die „Umgestaltung und Sanierung“ des Rathausparks dann doch nur ein „Tropfen auf den heißem Stein“ und auf die von Michael Gedigk gepachteten 500 m² beschränkt. Und solange die Stadt Halver nicht die Saufgelage und Wildpinkler unter Kontrolle bringt, solange wird es immer wieder jede Menge Schnapsflaschen, Kronkorken, Zigarettenkippen und anderen Unrat geben, der den Park eher zu einer Müllhalde verkommen lässt. Man fragt sich unweigerlich auch, warum es in Halver nicht möglich ist das öffentliche Alkoholtrinken zumindest im Bereich öffentlicher Plätze zu verbieten und strikt dagegen vorzugehen – so, wie es in unzähligen anderen Städten bereits seit Jahren der Fall ist…

Wie im Juni 2016 bekannt wurde hat Michael Gedigk inzwischen umdisponiert. Anstelle von Arztpraxen, Kindergärten und Büros sollen nun sieben Wohnungen in dem Gebäude entstehen. Drei davon entstehen im Erdgeschoss in einer Größe von 75 bis 80 m² und sollen barrierefrei werden und auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein. Dazu gäbe es einen ebenerdigen Zugang und breite Türen. Zu den Wohnungen gehört jeweils ein Außenbereich von ca. 80 bis 100 m², der mit 50 Zentimeter hohen L-Steinen vom öffentlichen Teil des Rathausparks abgegrenzt wird. Bis spätestens zum Jahresbeginn 2017 sollen alle Wohnungen fertig gestellt und beziehbar sein. Eine Wohnung im Haus ist bereits vermietet.

Wie im Juni 2016 bekannt wurde hatte Michael Gedigk inzwischen umdisponiert. Anstelle von Arztpraxen, Kindergärten und Büros entstanden nun sieben Wohnungen in dem Gebäude. Drei davon sind im Erdgeschoss in einer Größe von 75 bis 80 m². Sie sind barrierefrei und somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Dazu gibt es einen ebenerdigen Zugang und breite Türen. Zu den Wohnungen gehört jeweils ein Außenbereich von ca. 80 bis 100 m², der mit 50 Zentimeter hohen L-Steinen vom öffentlichen Teil des Rathausparks abgegrenzt wird. Inzwischen sind alle Wohnungen fertig und bezogen.

 

Blumen für den Rathauspark

Am Samstag, dem 17. November 2018, wurden in einer Aktion des SPD-Ortsvereins Halver 850 Tulpenzwiebeln im Rathauspark, auf dem Grünstreifen entlang der Thomasstraße, gepflanzt. Beteiligt waren neben den SPD-Akteuren an der jüngsten Pflanzaktion auch Familienangehörige und weitere freiwillige Halveraner Bürger. Eine Halveranerin brachte zusätzlich noch Krokusse, Blausternchen und Narzissen mit. Es war die zweite Pflanzaktion, nachdem bereits im Herbst 2017 insgesamt 750 rote und lila Tulpenzwiebeln gepflanzt wurden. Die neue Blumenpracht hat sich inzwischen, Ende April / Anfang Mai 2019, voll entfaltet und wertet zumindest während der Blühphase den Park enorm auf.

 

Wird der Rathauspark endlich barrierefrei?

Bereits in meinem Leserbrief vom 15. Juli 2017 im Allgemeiner Anzeiger, nach erfolgter Sanierung der Thomasstraße, hatte ich darauf hingewiesen, dass es ein Leichtes gewesen wäre, wenn man an der oberen Treppe beim ehemaligen Elektromark-Gebäude eine Rampe integriert hätte. Dies auch, weil die Treppe nach der Straßenerhöhung (man sprach damals vom „neuen Hügel Halvers“) nur noch zwei Stufen hatte. Bei der Straßensanierung wäre dies finanziell kaum ins Gewicht gefallen. Doch leider tat sich in dieser Beziehung absolut nichts. Das Versprechen der Verwaltung, dass Halver barrierefreier werden soll, war beim Rathauspark leider nicht angekommen.

Umso erfreulicher ist der neue Ansatz hierzu. Der kam von Martina Hesse, der Fraktionsvorsitzenden der Halveraner CDU. Sie brachte das Thema bei einer Ratssitzung im Mai 2019 zur Sprache und fragte an, ob es realistisch sei dort eine Rampe zu schaffen. Nun, in den Augen der Betroffenen ist dies mehr als realistisch!

Der barrierefreie Zugang zum Rathausplatz von der Thomasstraße aus war dann auch Thema in der Sitzung des Fachausschusses am 26. Juni 2019. Michael Schmidt, Leiter des Bauamtes, sagte dass eine solche Verbindung in Form einer Rampe rund 10.000 Euro kosten würde. Diese Kosten beziehen sich dann auf eine Rampe, die nicht am Ende des Parks bei der zweistufigen Treppe, sondern gegenüber dem Rathauseingang bei der höherstufigen Treppe errichtet würde. Dazu soll dann ein Mauerdurchbruch mit einer etwa 10 Meter langen, gepflasterten Rampe entstehen. Die Höhendifferenz, die diese Rampe hier überwinden müsste, betrüge mit rund 60 Zentimeter deutlich mehr als an der zweistufigen Treppe. Zudem würde eine 10 Meter lange Rampe in den äußeren Weg des Parks hineinreichen bzw. diesen queren. Der Wegverlauf müsste geändert werden. Viel einfacher, nicht so aufwändig und damit doch eigentlich auch preiswerter wäre eine Rampe, die in die linke Treppe integriert würde. Die zweistufige Treppe ist breit genug um keinen Mauerdurchbruch notwendig werden zu lassen. Der Höhenunterschied ist geringer und damit eine Rampe bei gleicher Steigung kürzer. Zudem kann die Rampe in den oberhalb der Treppe verlaufenden Weg Richtung Schützenstraße auslaufen und in diesen integriert werden. Bei gleicher Länge wäre die Rampe nicht so steil wie bei der angesprochenen Variante des Fachausschusses. Die Rollstuhlfahrer würden es danken, wenn diese Variante zum Einsatz käme.

 

Halveraner renovierte ehrenamtlich den Musikpavillon im Rathauspark

Der Musikpavillon im Rathauspark war arg in die Jahre gekommen und ein Anblick, den man niemanden mehr zumuten konnte. Dieser Meinung war auch der 72jährige, ehemalige Maler und Lackierer Horst Severin, dem nicht nur seine Heimatstadt am Herzen liegt, sondern auch die Musik. So musiziert er auch selber - gerne mit dem Akkordeon. In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die große Zeit des Parks. Damals war er regelmäßiger Treffpunkt sonntags um 11.00 Uhr für viele Halveraner, die sich dort die Darbietungen der Gesangsvereine und Kapellen anhörten, die hier noch regelmäßig spielten. Der ehemalige ehrenamtliche Bürgermeister Günther Vahlefeld hatte während seiner Amtszeit die Spenden für den Bau des Pavillons gesammelt, der seitdem den Musikveranstaltungen dient.

Als Horst Severin mit der Renovierung des Pavillons anfing ahnte er noch nicht, wieviel Arbeit er sich damit aufgehalst hatte. Es dauerte Wochen bis er fertig war. Dickes Moos, vor allem auch auf den Stufen, wurde mit einem Spaten heruntergekratzt bevor der Hochdruckreiniger zum Einsatz kam. Viele Putzabbrüche mussten ausgebessert werden. Die großen wurden mit Zementmörtel und die kleineren mit faserverstärktem Füllspachtel geschlossen. Dann wurde das Gebäude komplett abgestrahlt bevor der erste Anstrich folgte Nach der weißpigmentierten Grundfarbe kam die Profifarbe auf Silikonbasis. Diese wurde rabattiert und geliefert von der Firma Ernst Haake, dem früheren Arbeitgeber von Horst Severin.

Nach Beendigung seiner Renovierungsarbeiten hat Horst Severin nicht nur den Pavillon, sondern auch den gesamte Rathauspark so richtig ins Herz geschlossen, wie er in einem Leserbrief im Allgemeiner Anzeiger vom 10. Juli 2019 schreibt. Jetzt wünscht er sich, dass sich jemand findet der das Pavillondach auf Schäden prüft und gegebenenfalls saniert – oder zumindest für diesen Zweck spendet. Auch die Müllkörbe im Park, so wünscht er sich, sollten regelmäßiger geleert werden, damit der Park nicht wieder zu einer Kloake verkommt.

Für sein ehrenamtliches Werk, im stolzen Alter von 72 Jahren, kann man Horst Severin nur ein dickes Kompliment aussprechen. Da wäre sicher eine offizielle Ehrung angebracht. Hut ab vor soviel Engagement für unsere Stadt. Und wir würden uns auch freuen, wenn der Brunnen im Rathauspark wieder vor sich hinplätschert, denn auch der ist ein kleines Halveraner Wahrzeichen. Erstellt wurde er übrigens von Friedhelm Severin in Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter des Wasserwerks. Der inzwischen verstorbene Friedhelm Severin war der Bruder von Horst Severin und Inhaber des gleichnamigen Installationsbetriebes in der Hagener Straße.

Nach der Sanierung wünschte sich Horst Severin, dass der Pavillon wieder mehr genutzt würde und sich Halveraner Vereine und Chöre wieder mehr des Pavillons bedienen und dann auch wieder sonntags dort spielen und singen. Dieser Wunsch geht nun zumindest teilweise in Erfüllung. Die Mennoniten-Brüdergemeinde möchte die Gelegenheit nutzen und etwa alle zwei Monate, in regelmäßigen Abständen, nach ihrem Gottesdienst dort christliche Lieder singen. Am 22. September 2019 tritt die Jugend der Gemeinde gegen 11.30 Uhr zum ersten Mal dort auf.

 

Quellen- und Literaturverzeichnis

Allgemeiner Anzeiger: „Stufenfrei zum Rathauspark?“; Allgemeiner Anzeiger, 20.05.2019
Allgemeiner Anzeiger: „Renovierter Pavillon wird wiederbelebt“; Allgemeiner Anzeiger, 20.09.2019
Baankreis, Wesley (wes): „Wieder Festival im Rathauspark“; Allgemeiner Anzeiger, 05.01.2015
Baankreis, Wesley: „Ein besonderer Festivaltag im Rathauspark“; Allgemeiner Anzeiger, 30.06.2016
Baankreis, Wesley: „Ein intensiver Festivaltag im Rathauspark“; Allgemeiner Anzeiger, 11.07.2016
Baankreis, Wesley: „Die Mischung stimmt“; Allgemeiner Anzeiger, 12.07.2016
Ertelt, Axel: „Rathauspark kaum verzichtbar“; Allgemeiner Anzeiger, 15.07.2017
Ertelt, Axel: „Vom Mauerblümchen zum Schmuckstück“; Allgemeiner Anzeiger, 18.06.2019
Hesse, Florian: „Barrierefrei wohnen am Rathaus-Park“; Allgemeiner Anzeiger, 10.06.2016
Hesse, Florian: „Rathauspark ‚beschämend’“; Allgemeiner Anzeiger, 17.06.2016
Hesse, Florian: „Mit Herz und Hand im Ehrenamt“; Allgemeiner Anzeiger, 15.06.2019
Hesse, Florian: „Laufende Bauvorhaben Thema im Fachausschuss“; Allgemeiner Anzeiger, 28.06.2019
Kannapin, Alisa: „Zehn Jahre Rock im Rathauspark"; Allgemeiner Anzeiger, 16.08.2013
Meyer, Martin: „Platz für Ärzte, Kindergärten oder Büros“; Allgemeiner Anzeiger, 05.03.2016
Pfannschmidt, Yvonne: „Plan kollidiert mit Bestand"; Allgemeiner Anzeiger, 14.08.2013
Salzmann, Monika (MS): „850 Tulpen für den Rathauspark“; Allgemeiner Anzeiger, 19.11.2018
Severin, Horst: „Ich habe ihn richtig in mein Herz geschlossen“; Allgemeiner Anzeiger, 10.07.2019
Stadt Halver: „Ortsrecht der Stadt Halver“ („Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Halver vom 08.09.1999“); www.halver.de, 08.09.1999
Wikipedia: „Park“; de.wikipedia.org, 10.09.2012
Zacharias, Frank: Abschied nach 10 Jahren“; Allgemeiner Anzeiger, 17.08.2013
Zacharias, Frank: „‚Stadtpark’ kommt gut an“; www.come-on.de vom 22.06.2013
Zacharias, Frank: „Wahl fällt auf Baum im Park; Allgemeiner Anzeiger, 02.10.2013
 

 
 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 21.09.2019 17:16:35 Uhr

 

Dies ist eine kostenlose Homepage erstellt mit hPage.com.