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Halvers Feuerwehr

 

Tel. 112

Dies ist die bundesweit einheitliche Notrufnummer für Feuerwehr, Rettungswagen und Notarzt.

Folgende Angaben sind für die Absetzung eines Notrufes von großer Wichtigkeit und sollten der Leitstelle mitgeteilt werden:

  • Wer meldet den Notfall? Geben Sie Ihren Namen und ihre Anschrift an!
  • Was wird gemeldet? Z. B.: Feuer <> Verkehrsunfall <> Person(en)/Tier(e) in Not!
  • Wo ist der Notfall? Ort, Straße, evtl. Wohnung/Name, außerhalb Streckenkilometer falls bekannt!
  • Wie viele Verletzte/Erkrankte gibt es? Anzahl der betroffenen Verletzten/Erkrankten!
  • Welcher Art sind/ist die Verletzung(en)/Erkrankung? Soweit zu erkennen bzw. bekannt!
  • Warten auf eventuelle Rückfragen! Warten Sie auf weitere Fragen oder Anregungen von der Leitstelle!

Nach dem Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Halver, in der aktuellen Fassung beschlossen vom Rat der Stadt am 14.12.2009, ist die Löschwasserversorgung durch Hydranten in der Stadt und Löschwasserteiche in den Außenbereichen sichergestellt. Hinzu kämen vorhandene Flüsse, Teiche und Talsperren.

 

Löschzug 1: Stadtmitte

In den frühen Jahrhunderten hing in der Regel eine Brandleiter am Giebel der Häuser und zum Löschen gab es in jedem Haus ein paar Ledereimer. 1850 wurden für Halver, Glörfeld und Bommert erstmals je eine druckpumpenbetriebene Feuerspritze angeschafft. Am frühen Nachmittag des 17. Juni 1862 brach im „Hotel zur Post“ ein Brand aus, dessen Ursache nie geklärt wurde. Bald darauf stehen das Wohnhaus und die Nebengebäude in Flammen. Der Wind treibt Funkenflug in die Nachbarschaft und weitere Häuser gehen in Flammen auf. Aus Lüdenscheid, Kierspe, Breckerfeld, Glörfeld und Bommert wurden die Feuerspritzen zum Brandort gebracht. Doch dieser Großbrand vernichtete insgesamt 15 Häuser, die am folgenden Tag nur noch aus Schutt und Asche bestanden. In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 1881 gab es den nächsten Großbrand in Halver. Dies war endgültig dafür ausschlaggebend, dass Halver eine Feuerwehr bekam.

Am 10. Juli 1881 trafen sich tatkräftige Halveraner im „Haus zur Fuhr“ und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Halver. Nur sieben Tage später wurde die Satzung genehmigt und um 5.00 Uhr am Morgen des 24. Juli trafen sich 60 aktive Mitglieder zur ersten Übung. Ein Jahr nach Gründung wurde eine zweite Spritze angeschafft und 1892 am Ende der Tauberstraße ein hölzerner und 1905 ein stählerner Steigerturm errichtet. Im Jahr 1912 wurde dann das Gerätehaus und ein Steigerturm in der Thomasstraße 20, neben dem Amtshaus (heutiges Rathaus), gebaut und in Dienst gestellt. 1921 kam die Anlage der ersten Sirene, 1927 wurde die Ausstattung um eine Motorspritze und 1928 um einen Mannschaftswagen erweitert.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933 wird im Folgejahr die Feuerwehr in Halver neu organisiert. Alle Wehren unterstehen nun der Gemeinde und die Ausrüstung geht in deren Besitz über. 1935 wurde die Feuerwehr im Amt Halver in sechs Löschzüge bzw. Löschgruppen eingeteilt. Das waren Halver, Schalksmühle (gehörte damals zum Amt Halver) Carthausen, Ehringhausen, Buschhausen und Bommert. Als Halver 1969 eine Stadt wurde, erfolgte dadurch automatisch die Trennung der Schalksmühler Feuerwehr von Halver. Schalksmühle war von nun an eine eigene Gemeinde.

1964 bekam die Feuerwehr zu den beiden vorhandenen Löschfahrzeugen ihr erstes Tanklöschfahrzeug. Ein Jahr später erfolgte ein Um- und Anbau des Gerätehauses und 1973 bekam die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug LF 16. Ebenfalls 1973 wurde der An- und Umbau des Schulungsraumes mit Küche getätigt. Den ersten Einsatzleitwagen (ELW) erhielt die Freiwillige Feuerwehr Halver 1979, der auch als Mannschaftstransportwagen (MTW) genutzt wurde. 1995 wurde ein  MTW gekauft. Einen Ersatz für den ELW gab es dann 2001 und 2007 einen neuen MTW. 1982 wurde ein Rüstwagen angeschafft, der einen einfachen Gerätewagen ersetzte. Dieser Rüstwagen wurde 2005 durch einen neuen Rüstwagen ersetzt. Ein altes Löschgruppenfahrzeug wurde 1984 durch ein neues LF 16/TS ersetzt und ein Jahr später wurde das alte Tanklöschfahrzeug durch ein neues TLF 16/25 ausgetauscht. 1992 wurde ein Gerätewagen Gefahrgut (GWG) angeschafft und im Jahr 1998 gab es Ersatz für das 1973 angeschaffte LF 16. Das neue LF 16/12 war das erste Einsatzfahrzeug mit einem 1600-Liter-Wassertank und einer Feuerlöschkreiselpumpe.

Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde 2007/2008 gebaut. Der Umzug fand im Februar 2008 statt. Am 22. Februar 2008 wechselten die Einsatzfahrzeuge von der alten Halle in der Thomasstraße 20 in die neue Halle des neuen Gerätehauses an der Ecke zur Schützenstraße auf dem ehemaligen Gelände der Kleinbahn.

Seit 2011 besitzt die Freiwillige Feuerwehr Halver auch ein Fahrzeug mit einer Hubrettungsbühne (siehe ganz oben, das rechte Bild in der zweiten Bildreihe). Diese bietet gegenüber einer Drehleiter zahlreiche taktische Vorteile. Bisher ist dieses Fahrzeug das einzige seiner Art im ganzen Märkischen Kreis und wird auch zu Einsätzen im ganzen Märkischen Kreis und sogar bis in den Oberbergischen Kreis angefordert. Der Rettungs- und Arbeitskorb an der Spitze des Gelenkmastes kann bis zu fünf Personen fassen. Über eine fest integrierte Rohrleitung wird das Löschwasser zum Korb gepumpt. Damit kann der Löschangriff schneller erfolgen als bei einer Drehleiter. Zudem kann das Fahrzeug auch als Kran eingesetzt werden und dabei bis zu 2.200 Kilogramm Lasten anheben.

 

Löschzug 2: Oberbrügge (Ehringhausen)

Der heutige Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen geht zurück auf die Gründungsversammlung vom 11. Februar 1881 in der Gaststätte von Heinrich Giersieper. Dort wurde damals die Freiwillige Feuerwehr Ehringhausen gegründet. Die Statuten wurden kurze Zeit später, am 23. Februar 1881, festgelegt und die Gründungsmitglieder sammelten Spenden um das nötigste Gerät anzuschaffen.

Der Löschzug hat heute drei Fahrzeuge.  Da ist zuerst das Mannschaftstransportfahrzeug zu nennen, das neben den Mannschaftskameraden auch einen motorbetriebenen Lüfter, Verkehrssicherungsmaterial und Bindematerial für Öle transportiert. Zudem kann in dem Fahrzeug auch eine mobile Einsatzleitung eingerichtet werden.

Zu den großen Einsatzfahrzeugen gehörte 32 Jahre lang das Löschgruppenfahrzeug 16/12, das bei Verkehrsunfällen das erste ausrückende Fahrzeug war. In der Brandbekämpfung war es das zweite ausrückende Fahrzeug. Durch seine Gruppenbesatzung und eine leistungsstarke Pumpe war es im Brandeinsatz die ideale Hilfe zum dritten Fahrzeug. Dieses Fahrzeug wurde im Juni 2020 ausgemustert und ersetzt durch ein 16 Tonnen schweres HLF20. Mit 229 PS hat es ebenfalls eine deutlich höhere Motorleistung als das alte und kann mit 2.500 Liter Wasser rund doppelt so viel Wasser aufnehmen wie das alte Fahrzeug.

Das dritte Fahrzeug ist das Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/20. Es dient hauptsächlich der Brandbekämpfung und der Wasserförderung über lange Strecken. Zudem ist es für die technische Hilfeleistung „Wald“ ausgelegt und dafür gut gerüstet.

Eine Premiere für Halvers Feuerwehr gab es 2020 für den Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen, als mit Jessica Stübner erstmals eine Frau zur stellvertretenden Einheitsführerin ernannt wurde. Die Oberbrandmeisterin übernahm den Posten der stellvertretenden Leitung des Löschzuges 2 von Jens Vohrmann.

 

Löschzug 3: Bommert (Anschlag)

Der heutige Löschzug Bommert wurde im Jahr 1901 als Freiwillige Löschgruppe Bommert gegründet. Im Mai 1902 erhielt die Löschgruppe ihre erste Spritze, die von Aachen mit der Bahn bis Klaswipper und von dort per Pferdegespann transportiert wurde. 1910 wurde der Entschluss gefasst einen Steigerturm zu errichten, der zum 10-jährigen Bestehen am 10. und 11. Juni 1911 eingeweiht werden konnte.

Im Jahre 1970 wurde schließlich mit dem Bau eines massiven Gerätehauses begonnen, das am 19. Mai 1971 der Löschgruppe Bommert vom Rat der Stadt Halver in einer Feierstunde übergeben wurde. Der hölzerne Steigerturm wurde 1973 abgerissen. Im Jahr 1978 wurde die Hälfte des Gerätehauses zu einem Schulungsraum umgebaut. 1980/81 wurden eine Küche und Toiletten angebaut. Der bis heute letzte große An- bzw. Umbau erfolgte 1993 bis 1996. Dabei wurde eine Fahrzeughalle angebaut, wozu mehr als 2.000 Stunden in Eigenleistung erfolgten. Das bestehende Gebäude wurde dabei komplett zum Schulungsbereich umgestaltet.

Am 8. September 1995 konnte ein neues TSF-W Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft werden, das einen 500-Liter-Wassertank besaß. Das war das erste wasserführende Fahrzeug der Löschgruppe Bommert, die 2013 offiziell zum Löschzug Bommert wurde. Heute stehen dem Löschzug zwei Fahrzeuge und ein Anhänger zur Verfügung.

Bei den Kreisleistungswettbewerben der letzten Jahre hat der Löschzug Bommert die Halveraner Feuerwehr bestens vertreten:

  • 2010 mit 1 Löschgruppe = 3. Platz
  • 2011 mit 1 Löschgruppe = 2. Platz
  • 2012 mit 2 Löschgruppen = 1. und 2. Platz
  • 2013 mit 2 Löschgruppen = 1. und 4. Platz
  • 2014 mit 2 Löschgruppen = 1. und 3. Platz
  • 2015 mit 1 Löschgruppe = 1. Platz
  • 2018 mit 2 Löschgruppen = 1. und 3. Platz
  • 2019 mit 1 Löschgruppe = 1. Platz (zusammen mit Frönsberg aus Hemer)


Ein neues Gerätehaus für den Löschzug Bommert/Anschlag

Das alte Gerätehaus in Bommert entspricht heute in keiner Weise mehr dem Standard und die beiden Garagenstellplätze sind für Großfahrzeuge nicht geeignet. Zudem sind notwendige Dinge erst gar nicht vorhanden. Dazu zählen: Abgassauganlage, Lagerflächen, Duschen, Büroräume und Alarmparkplatz. Bemängelt wurde auch der jetzige Standort in einem einwohnerschwachen, dünn besiedelten Gebiet. Das wiederum habe Auswirkungen auf die Wohnortverteilung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Die Anfang 2018 vorhandenen 35 aktiven Feuerwehrleute des Löschzugs 3 müssen sich dort mit Provisorien behelfen, was kein Dauerzustand mehr sein sollte. Mittelfristig muss ein neues Gerätehaus für den Löschzug 3 her. Derzeit (März 2018) sucht man von Seiten der Stadt einen neuen Standort, der künftig in Anschlag beheimatet sein soll. Ebenfalls im neuen Gerätehaus soll die Jugendfeuerwehr ihren neuen Standort finden, da inzwischen in Halver der Platz zu eng geworden ist.

Noch vor der Tagung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am 9. Februar 2020 hatte es geheißen, dass die ursprünglichen Planungen für das neue Gerätehaus bis zu 4,8 Millionen Euro kosten würden. Doch bei der Tagung ging es dann wieder einmal nur noch um ein abgespecktes Konzept in einer Kostenhöhe von noch 2,9 Millionen Euro. Das ursprünglich zweistöckig geplante Gebäude sollte nunmehr nur noch einstöckig werden. Damit aber steht fest, dass ein Umzug der Jugendfeuerwehr ins neue Gebäude nach Anschlag vom Tisch ist. Dafür muss dann später eine andere (teure) Lösung her. Plant man hier also wieder einmal „nichts Halbes und nichts Ganzes“?

Im Februar 2020 hieß es dann auch, dass ein geeignetes Grundstück, gemeinsam von der Stadt und der Feuerwehr ausgesucht, in Anschlag gefunden wurde und der Erwerb des Grundstücks in Planung sei. Insgesamt wurden im Haushaltsplan der Stadt 1,2 Millionen Euro für den Neubau veranschlagt. Immerhin könnte der Neubau vielleicht auch gefördert werden. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW hat für das Jahr 2021 erstmals im Rahmen der „Dorferneuerung 2021“ den Sonderaufruf „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ gestartet. Die Förderhöchstsumme beträgt 250.000 Euro. Da insgesamt nur 3 Millionen Euro zur Verfügung stehen, werden nur wenige davon profitieren können, meinte Landrat Thomas Gehring. Die Stadt Halver lässt nun bei der Bezirksregierung in Arnsberg prüfen, ob diese Förderung für Halver in Frage kommen könnte.

Im Juli 2020 bestätigte die Stadt Halver den Erwerb eines 6.300 m2 großen Grundstücks in Anschlag, östlich der Firma Pielhau, für das neue Feuerwehrgerätehaus. Da das Gelände direkt an der L284 zwischen Halver und Wipperfürth liegt, stellt es für die Feuerwehr den idealen Standort dar. Obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt alles eine beschlossene Sache war und der Bau definitiv feststand, machte die CDU das Ganze zu einem Wahlkampfthema. In ihrem Wahlflyer, der Mitte August an die Halveraner Haushalte verteilt wurde, schrieb die CDU zum Themenpunkt „Wohlfühlen in Halver“: „Wir wollen konkret: […] Ein neues Feuerwehrgerätehaus in Anschlag errichten“. Damit wurde den Bürgern suggeriert, dass dies ein neues Vorhaben der CDU für die Zukunft sei.

Am 29. September 2020 tagte der Ausschuss für Planung und Umwelt. Da ging es dann auch um eine mögliche Folgenutzung des alten Gerätehauses in Bommert. Eine Umnutzung des Gebäudes wollte bislang aber unverständlicher Weise der Märkische Kreis als Genehmigungsbehörde nicht in Aussicht stellen. So droht hier der Leerstand oder Abriss. Deshalb hatte Kämmerer Markus Tempelmann für den Ausschuss vorgeschlagen, für das alte Gerätehaus eine Außenbereichssatzung nach § 35 Absatz 6 des Baugesetzbuches zu erlassen. Darin wird geregelt, dass eine geänderte Nutzung unter bestimmten Voraussetzungen doch zulässig sein kann, wenn sie der städtebaulichen Entwicklung nicht widerspricht und keine weiteren Schutzgüter berührt sind. Dies gilt nach dem Baugesetzbuch nicht nur für Wohnzwecke, sondern auch für kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe.

Wer kennt nicht das Sprichwort „Was lange währt wird endlich gut“? Doch es trifft nicht immer zu. So auch nicht bei den Überlegungen, Planungen und (scheinbar) endlosen Diskussionen über das neue Gerätehaus des Löschzuges Bommert in Anschlag. Weil die Kosten bei optimaler Planung und Ausführung mit 4,8 Millionen Euro sehr hoch lagen, wurde versucht an allen Ecken und Kanten zu sparen. Dies scheinbar auch zu Lasten dessen, was eigentlich gewollt und sinnvoll war. Ob dabei aber wirklich Kosten eingespart werden, wenn in kurzer Zeit dafür weitere Investitionen anfallen werden, ist dann doch sehr fraglich. Aber die Kosten wurden dann von 4,8 Millionen Euro über 2,9 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro, die im Haushaltsplan der Stadt berücksichtigt wurden, dramatisch und drastisch gekürzt.

Dass dies definitiv zu wenig ist, war bereits Anfang Dezember endgültig allen in Politik und Verwaltung klar. Und so schlug die Verwaltung auf der Tagung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am 3. Dezember 2020 diesem vor, das Vorhaben gründlich zu überprüfen und nach Alternativen (also einer abgespeckten Version) zu suchen. Begründet wurde dies unter anderem mit der Baupreisentwicklung (was lange währt wird doch nicht immer gut), neuen Vorschriften (wenn man zu lange zögert wird’s halt umständlicher und komplizierter) und der zu großzügigen(?) Raumplanung. Der aktuelle Kostenstand von ursprünglich 4,8 Millionen ist definitiv nicht zu stemmen, hieß es aus Kreisen der Verwaltung.

Also musste die Raumplanung überdacht (sprich vermindert) werden und dies infolge dann ohne Jugendfeuerwehr. Dann liegt man in der Planung „nur noch“ bei den schon erwähnten 2,9 Millionen Euro. Dieses neue Konzept stößt aber bei der Feuerwehr selbst auf intensive Bedenken und Wehrleiter Dennis Wichert sprach sich strikt dagegen aus. Schließlich hat auch der Löschzug Mitte in seinem neuen Domizil bereits jetzt dringenden weiteren Raumbedarf. Dies könnte durch den Umzug der Jugendfeuerwehr ins neue Domizil nach Anschlag behoben werden. Fragt sich der verwunderte Bürger doch schon jetzt: „Was wird denn teurer? Ein paar Räume für die Jugendfeuerwehr in Anschlag mehr oder ein späterer Erweiterungsbau der Räumlichkeiten beim Löschzug Stadtmitte.“ Und schon war Anfang Dezember 2020 auch schon eine Verschiebung der baulichen Umsetzung im Gespräch…

Am Dienstag dem 9. Februar 2021 tagt der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen erneut, um per Dringlichkeitsbeschluss endlich einmal konkret über das neugeplante Feuerwehrgerätehaus in Anschlag zu entscheiden. Noch am 3. Dezember 2020 hatte der Fachausschuss trotz Dringlichkeit die Angelegenheit wieder einmal vertagt. Grund waren die Kosten des Neubaus sowie die Unterbringung der Jugendfeuerwehr. Inzwischen ist leider nur noch die Rede von der abgespeckten Version (einstöckig und ohne Unterbringung der Jugendfeuerwehr) für einen Kostenrahmen von 2,9 Millionen Euro. Aus diesem Grund ist die Zukunft der Jugendfeuerwehr, was den Verbleib anbelangt, vollkommen ungewiss. Und auch am 9. Februar wird da, wohl auch ansatzweise, kein Vorschlag vorgelegt werden können. Das Gebäude des Löschzugs Stadtmitte ist ebenfalls dafür zu klein geworden. Also werden für die zukünftige Unterbringung der Jugendfeuerwehr weitere, neue und damit zusätzliche Kosten entstehen. Warum dann nicht gleich mit nach Anschlag gehen?

Der Grund der Dringlichkeitsentscheidung liegt darin, dass Bürgermeister Michael Brosch und CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Hesse noch kurz vor Weihnachten, fristwahrend, einen Antrag auf bis zu 250.000 Euro Fördergelder aus dem Programm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ gestellt hatten. Das muss nun noch die politischen Gremien durchlaufen.

Sinn der Dringlichkeitsentscheidung, die auch noch durch den Hauptausschuss und den Rat bestätigt werden muss, ist die Möglichkeit, erhebliche Fördermittel aus dem Programm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ zu beantragen. Erhält Halver den Zuschlag, stünden bis zu 250 000 Euro in Aussicht. Fristwahrend kurz vor Weihnachten hatten Bürgermeister Michael Brosch und CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Hesse den Dringlichkeitsbeschluss unterzeichnet, der nun die politischen Gremien passieren muss. Und nach der Ausschusstagung am 9. Februar 2021 muss das ja auch noch vom Hauptausschuss und dem Rat der Stadt genehmigt werden. So umständlich, langwierig und kompliziert hatte sich das in Markus Tempelmanns Wahlkampf 2020 nicht angehört. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat dann am 9. Februar 2021 den Dringlichkeitsbeschluss von Dezember bestätigt. Dadurch konnten noch Fördermittel aus einem Landesprogramm für Feuerwehren in Höhe von 250.000 Euro beantragt werden.

Und endlich gab es Anfang April 2021 auch einmal eine positive Nachricht zu vermelden. Die Fördermittel aus dem Programm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ waren genehmigt worden und dies sogar in voller Höhe mit 250.000 Euro. Der definitive Bescheid lag allerdings erst Anfang Juni der Stadt vor. Mit der bewilligten Höchstsumme aus dem Fördertopf können fast zehn Prozent der veranschlagten Kosten der abgespeckten Version beglichen werden.

Stefan Czarkowski übernimmt mit seinem Architekturbüro die Planung des neuen Gerätehauses und stellte diese im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am 21.04.2021 vor. Bauamtsleiter Michael Schmidt sagte dazu: „Das ist eine planerische Lösung, die absolut optimiert ist.“ Durch weitere Reduzierungen im Flächenkonzept können die erforderlichen Funktionen auf 690 m2 realisiert werden. Die Kosten verringerten sich dabei noch einmal von 2,9 auf nunmehr veranschlagten 2,37 Millionen Euro. Die erneuten Einsparungen liegen auch in einer kleiner geplanten Damenumkleide. Die wird nun im Verhältnis zur Männerumkleide einiges kleiner. Dazu fragte Uwe Leinung (Die Grünen), ob dies zukunftsweisend sei. Dennis Wichert, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Halver, bejahte dies im Hinblick auf derzeit „nur“ sechs Feuerwehrfrauen in der gesamten Feuerwehr von Halver. Nach einer weiteren Debatte beschloss der Ausschuss am 21.04.2021 dann den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses.

Fest steht nun aber auch definitiv, dass es in Anschlag keinen Platz für die Jugendfeuerwehr geben wird. Und so hieß es dann, dass verschiedene, nicht näher erläuterte, Gründe dafür sprächen die Jugendfeuerwehr in der Stadtmitte zu belassen und den Raumbedarf für diese durch eine bauliche Erweiterung des Standortes Stadtmitte zu decken. Der gewonnene Platz vor dem neuen Gerätehaus in Anschlag, so hieß es weiter, könne dann auch zu Übungszwecken genutzt werden.

  

Löschzug 4: Buschhausen

Am 25.06.1898 gab es eine Versammlung einiger Buschhauser Bürger, die berieten, wie bei einem Brand schnelle Hilfe geleistet werden könnte. Das Ergebnis besagte, dass dies nur mit einer eigenen Feuerwehr möglich sei. Der Verein „Freiwillige Feuerwehr Buschhausen“ wurde gegründet.

Anfangs war die Ausstattung und Ausrüstung der Buschhauser Feuerwehr recht primitiv. Im Laufe der Zeit konnte manches in Selbsthilfe oder mit der Unterstützung der Gemeinde verbessert werden. Finanzierung und Ausrüstungsbeschaffung lag in Vereinshänden und wurde über einen Mitgliedsbeitrag ermöglicht. Auch eine jährliche Sammelaktion wurde durchgeführt, was bis heute noch Tradition hat. Von 1923 bis zum Zweiten Weltkrieg hatte die Buschhauser Feuerwehr auch einen Musikzug.

Am 9. Oktober 1927 konnte dann der erste Spatenstich für einen Steigerturm gemacht werden, der nach viel Eigenleistung und Spendenbereitschaft zum 30-jährigen Bestehen am 24. Juni 1928 eingeweiht wurde. Im Jahr 1934 gab es auch bei der Buschhauser Wehr eine entscheidende Veränderung durch ein neues Gesetz. Die Wehr verlor ihren Vereinscharakter und wurde als Löschzug Buschhausen in Halvers Amtsfeuerwehr eingegliedert. 1945 konnte eine Motorspritze aus Wehrmachtsbeständen angeschafft werden, die die alte Handdruckspritze ersetzte. In den Jahren 1951/52 wurde aus größtenteils eigenen Mitteln ein gummibereifter Wagen umgebaut, auf dem die Motorspritze, Schlauchhaspel und Schläuche untergebracht waren. Die Stadt Halver übergab der Wehr 1960 eine neue Motorspritze und stattete sie zwei Jahre später mit einem VW-Löschfahrzeug aus.

Der Steigerturm wurde 1973 abgebrannt und durch ein Gerätehaus ersetzt, das im September gleichen Jahres eingeweiht wurde. Nach 16 Dienstjahren wurde das alte Löschfahrzeug ausgemustert und von der Stadt Halver durch ein moderneres ersetzt. 1980 wurde ein Anbau mit sanitären Anlagen an das Gerätehaus errichtet. 1986 wurde aus eigenen Mitteln ein altes Unimog-Feuerwehrfahrzeug gekauft und in Eigenleistung instandgesetzt. Seit März 1987 erfüllte es dann voll die Funktion eines TLF 8. Im Jahr 1991 wurde das Gerätehaus um eine Fahrzeughalle erweitert und 1997 bekam Buschhausen mit Hilfe eines Landeszuschusses ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug.

Durch die Umstrukturierung Mitte des Jahres 2013 wurde aus der Löschgruppe Buschhausen der Löschzug 4 der Freiwilligen Feuerwehr Halver.
 

 

Ehemalige Löschgruppe Carthausen

Früher gab es in Carthausen noch eine eigenständige Löschgruppe. Diese wurde jedoch im Jahre 2011 aufgelöst. Die Mitglieder aus Carthausen wurden in die angrenzenden Einheiten Buschhausen und Stadtmitte aufgeteilt.

 

 

Die Jugendfeuerwehr

Im Jahr 1972 beschloss die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Halver eine eigene Jugendfeuerwehr zu gründen. Deshalb gab der damalige Löschzugführer Ernst Adolf Plate eine entsprechende Zeitungsanzeige auf. Die fand bei der Halveraner Jugend reges Interesse. So kamen zum aufgerufenen Zeitpunkt, am 16. August 1972, genug Jugendliche zusammen, die sich am (alten) Feuerwehrgerätehaus in der Thomasstraße trafen, um am 23. August die Jugendfeuerwehr Halver zu gründen.

Neben grundlegenden feuerwehrtechnischen Aufgaben steht bei der Jugend auch Sport und Freizeit auf dem Plan. Jeder kann bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, wenn er im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ist. Bei Interesse einfach mal vorbeischauen. Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 32 Mitglieder (28 Jungen, 4 Mädchen) und trifft sich jeden Montag ab 18.00 Uhr am (neuen) Feuerwehrgerätehaus in der Thomasstraße.

In der Regel gibt es einmal im Jahr eine 24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2014 fand diese beispielsweise am letzten Wochenende im Juni statt. Zu bewältigen waren dabei die Bekämpfung eines Mülltonnenbrandes und eines Holzstapels, sowie mehrere Rettungseinsätze. Bei einem Rettungseinsatz musste ein verunglückter Angler, der sich den Fuß gebrochen hatte, mit einem Schlauchboot über die Volme transportiert werden, um dann am Ufer dem Rettungsdienst übergeben zu werden. Bereits in der Nacht von Freitag auf den Samstag gab es eine Vermisstenmeldung, zu der die Jugendfeuerwehr ausrücken musste. Als diese jedoch am Einsatzort ankam, tauchte die vermisste Person plötzlich wieder auf und der Einsatz konnte als Fehlalarm verbucht werden. So richtig ernst wurde es dann am Samstagnachmittag, als sie zu einer gemeldeten unklaren Rauchentwicklung zu einer Lagerhalle in Oeckinghausen aufbrachen. Die dortige Rauchentwicklung wurde bereits seit Stunden mit Nebelkanonen simuliert. Es galt dann zunächst zwei vermisste Personen aus der Halle zu bergen. Dazu musste die Atemschutzausrüstung angelegt werden und die Vermissten mittels einer Wärmebildkamera entdeckt werden. Nachdem diese dann geborgen waren galt es den Brandherd zu finden und zu löschen. Alles in Allem war es eine gute und realistische Übung, mit der die Jugendlichen auf den künftigen Dienst vorbereitet wurden.

Bei der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr im Dezember 2019 konnten die vier folgenden Mitglieder der Jugendabteilung in den aktiven Dienst beim Löschzug 1 (Stadtmitte) entlassen werden: Isabelle Kastner, Kevin Afonso da Silva, Jason Pascal Andraczek und Jason Timmerman. Derzeit (Stand Februar 2020) ist Benjamin Fernholz Stadtjugendfeuerwehrwart und Björn Clever sein Stellvertreter. 95 % der Mitglieder der Jugendfeuerwehr können nach der Ausbildung mit Vollendung des 18. Lebensjahres in den regulären Dienst übernommen werden. Die restlichen verlassen die Feuerwehr entweder aus beruflichen Gründen oder weil sie irgendwo studieren.

Im neuen Gerätehaus der Feuerwehr in der Thomasstraße ist es eng geworden. Zwei Einsatzfahrzeuge müssen sogar schon in der Waschhalle geparkt werden. Nun sucht man für die hier stationierte Jugendfeuerwehr eine neue Bleibe. Angedacht ist dabei das geplante neue Gerätehaus für den Löschzug Bommert, das in Anschlag entstehen soll. Bei der Planung müsste man lediglich ein weiteres Büro und zusätzliche Umkleidekabinen für die Jugendfeuerwehr einplanen.

 

Muss das sein? – Ein unnötiger Großeinsatz

Ohne die Tätigkeit der Feuerwehr schmälern zu wollen – es ist gut, dass es sie gibt und dass sie immer schnelle Hilfe leistet. Aber manchmal werden der Feuerwehr Einsätze aufgegeben, die wirklich nicht hätten sein müssen. Ein krasses Beispiel dazu ist der folgende Fall:

Am Sonntagmorgen (20.02.2017) gegen 5.00 Uhr erreichte ein Notruf die Polizei in Halver. Die Meldung: Hilferufe aus einer Wohnung. Rund zwei Minuten später kam ein Streifenwagen der Polizei mit Blaulicht vorgefahren. Ein Rettungswagen war vorsorglich direkt angefordert worden. Aus einer verschlossenen Wohnung kamen die Hilferufe einer 88-jährigen Frau. Erstes Klopfen und Rufen des Polizeibeamten ergab, dass offensichtlich kein akuter Notfall vorlag, so dass die Tür nicht aufgebrochen (= eingetreten) werden musste. So meinte der Polizist zu seiner Kollegin, dass man die Feuerwehr zum Türenöffnen anfordern müsste. Der Nachbar, der die Polizei gerufen hatte, sagte daraufhin zu den Beamten, dass die Diakonie einen Schlüssel habe, da diese die Dame bereits mehrmals am Tag betreute. Diesen Hinweis gab er zweimal. Doch die Polizisten schien das nicht zu interessieren, denn sie reagierten in keinerlei Weise darauf. Während draußen bereits die Rettungssanitäter mit dem Rettungswagen warteten, wurde von der Polizei die Feuerwehr zum Türenöffnen angefordert.

Gute zehn Minuten später betrat dann ein einzelner Feuerwehrmann das Haus und ließ sich den Sachverhalt von der Polizei schildern. Dann musterte er die Wohnungseingangstür und meinte (sinngemäß) lapidar: „Ja, wenn die Tür nicht abgeschlossen ist, dann ist es einfach sie zu öffnen. Wenn sie abgeschlossen ist, dann wird es etwas schwieriger!“ Und nach einer kurzen Pause: „Dann will ich mal den Kollegen mit dem Werkzeug anfordern!“ In diesem Moment wiederholte der Nachbar zum dritten Mal den Hinweis, dass der Pflegedienst einen Schlüssel habe. Doch wieder schien dies niemanden zu interessieren. Inzwischen waren seit der Anforderung der Feuerwehr zum Türenöffnen rund 15 Minuten vergangen. Und die Zeit verstrich weiter. Nach etwa weiteren zehn Minuten, nachdem der erste Feuerwehrmann seinen Kollegen angefordert hatte, ertönte aus der Ferne ein Riesenspektakel, das immer näherkam. Schließlich hielten vor dem Haus drei große Feuerwehrfahrzeuge, einschließlich des Hubwagens, die allesamt mit Blaulicht und Martinshorn vorgefahren kamen. Danach sprangen mindestens 20 Feuerwehrleute im und vor dem Haus herum. Einer von ihnen holte dann ein Werkzeugköfferchen aus einem der Wagen und machte die Tür ganz schnell auf. Übrigens dauerte der Einsatz eine geschlagene Stunde vom Eintreffen der Polizei bis zur Abfahrt des Rettungswagens, der als letzter den Schauplatz verließ.

Welch enorme Kosten hätte man sich bzw. dem Steuerzahler sparen können, wenn die Polizei nicht die Feuerwehr, sondern den Pflegedienst mit dem Schlüssel benachrichtigt hätte, denn diese ist rund um die Uhr rufbereit und wäre nach eigenen Angaben innerhalb von fünf Minuten vor Ort gewesen.

 

Feuerwehr Halver veranstaltet erstmals Kreisleistungsnachweis

Zum ersten Mal in ihrer 137jährigen Geschichte veranstaltete die Feuerwehr Halver den Wettbewerb des Kreisleistungsnachweises am Samstag, dem 5. Mai 2018. Beginn war um 7.30 Uhr und das Ende gegen 17.00 bis 18.00 Uhr (nach Planung). Die Innenstadt wurde dazu autofrei, denn In der Frankfurter Straße und der Bahnhofstraße fanden die hauptsächlichen Wettbewerbe statt. Gesperrt wurden aber auch Teile der Mittelstraße, der Thomasstraße und der Schulstraße. Alle betroffenen Straßen mussten dafür bis spätestens Samstagmorgen 5.00 Uhr leer von Autos, auch der Anlieger, sein. Autos die dann noch dort standen, wurden abgeschleppt, wie im Vorfeld per Zeitung angedroht wurde.

Der leichtathletische Teil des Wettkampfes fand in Form eines 400-m-Hindernislaufes im Rathauspark statt. In der Lindenhofschule wurde der theoretische Teil absolviert. Erwartet wurden rund 800 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis mit ihren Fahrzeugen im Laufe des Tages. Die Halveraner Wehr begann bereits am frühen Morgen, da sie anschließend noch gewaltige logistische Aufgaben der Veranstaltung zu stemmen hatte. Dabei wurde sie vom Halveraner DRK und dem Halveraner THW unterstützt. Im Bereich des Busbahnhofes und des dortigen Umfeldes befanden sich Stände, die für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher sorgten. Auf dem Sparkassenvorplatz wurde Musik vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Menden  gespielt. Die Geschäfte in der Innenstadt waren wie an jedem Samstag geöffnet, wobei einige sogar verlängerte Öffnungszeiten bis 16.00 Uhr anboten. Als besonderes Highlight gab es eine Showeinlage aus Feuerwehrsenioren der Halveraner Feuerwehr mit einem 56 Jahre alten Löschfahrzeug. Ein Oldtimer ganz besonderer Art zwischen all den modernen Fahrzeugen. Angesichts des großen Erfolges soll 2019 der Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren noch einmal in Halver stattfinden. 

  

Brandaufklärung aus der Luft

Mitte Dezember 2019 hieß es, dass Nachrodt-Wiblingwerde zum Drohnenstützpunkt der Feuerwehren im Märkischen Kreis würde. Durch die Beobachtung eines Brandherdes aus der Luft können wertvolle Erkenntnisse zur Brandbekämpfung gewonnen werden. Das hat die Feuerwehr in Halver aber schon viel früher erkannt. Bereits seit dem Jahr 2015 operiert die Feuerwehr Halver mit einer Drohne vom Typ DJI Phantom 3. Diese ist in der Regie der Löschgruppe Buschhausen und fliegt bei Bedarf über die Einsatzorte. Damit war die Feuerwehr Halver die erste, die solche Drohnen zum Einsatz brachte. Auch als Amtshilfe für die Polizei bei deren Einsätzen kommt die Drohne schon mal zum Einsatz.

Die Stadt Halver schließt sich mit anderen Kommunen im Märkischen Kreis zusammen und bildet in Regie des Märkischen Kreises einen Gerätepool für Atemschutzgeräte der Feuerwehr. Die Beschaffung und Wartung übernimmt der Märkische Kreis. Im Jahr 2020 soll der Gerätepool aufgebaut werden und die Geräte in den Wehren schrittweise ausgetauscht werden. Halver hat dabei einen Bedarf von 60 Geräten. Die Kosten wurden mit 130 bis 150 Euro pro Gerät beziffert. Halver hat somit Gesamtkosten von 7.800 Euro hieß es von Seiten der Stadt. Das stimmt aber nur dann, wenn der Einzelpreis die 130 Euro nicht überschreitet. Bei 150 Euro wären es 1.200 Euro mehr; also insgesamt 9.000 Euro. Dafür entfallen aber zukünftig die Neuanschaffungskosten und der Wartungsaufwand beim Feuerwehr-Service-Zentrum.

 

Sonstige aktuelle Informationen

Oktober 2020: Wechsel in der Wehrleitung. Nach 13 Jahren trat der bisherige Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Halver, Stefan Czarkowski, aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Nachfolger wurde Dennis Wichert (33), der bereits mit 12 Jahren 1999 in die Feuerwehr eingetreten war. Rund 40 Jahre, von denen er fast 20 Jahre 1. stellvertretender Wehrleiter war, beendete Reiner Clever (61) seinen aktiven Dienst. Sein Nachfolger wurde Fabian Brunsmeier vom Löschzug Buschhausen, der seit 2007 bei der Feuerwehr ist. Damit trat erstmals ein Feuerwehrmitglied aus einem Löschzug im Außenbereich der Stadt in die Wehrleitung ein. 2. stellvertretender Wehrleiter ist bereits seit 9 Jahren Thorsten Wingenbach, der mit 15 Jahren in die Jugendfeuerwehr eintrat.

November 2020: Auch die Feuerwehr trägt Maske während der Pandemie. Während bei „normalen“ Einsätzen Alltagsmasken getragen werden, benutzt auch die Feuerwehr bei Einsätzen mit Kontakt zu anderen Menschen die FFP2-Masken. Dies geschieht auch zum eigenen Schutz vor der derzeitigen Corona-Pandemie. Besondere Schutzanzüge und ein Gesichtsschutz aus Kunststoff gehören derzeit ebenso zur Standardausrüstung auf jedem Fahrzeug. Diese kommen aber erst dann zum Einsatz, wenn die Feuerwehr Kontakt zu einer Person hat, die Symptome haben oder eindeutig an Corona erkrankt sind. Zudem wurde der Löschzug 1, Stadtmitte, in zwei feste Einsatzgruppen eingeteilt, die je nach Einsatzart auch einzeln ausrücken können. Dadurch wird auch der Kontakt untereinander während der Corona-Pandemie minimiert. Der Lockdown betrifft auch die Feuerwehr, die ihre Brandschutzerziehung und die gemeinsamen Übungsabende auch ausfallen lassen musste. Versuche einige theoretischen Teile online zu vermitteln stößt immer wieder auf größere Schwierigkeiten. Homeoffice ist eben nicht das Non-Plus-Ultra!

 

Weitere Informationen

Feuerwehr Halver: http://www.feuerwehr-halver.de/

Feuerwehr Halver auf Facebook:

https://www.facebook.com/Feuerwehr-Halver-104697894820789/


Literatur- und Quellenverzeichnis

Allgemeiner Anzeiger: „Beschaffungen für die Feuerwehr“; Allgemeiner Anzeiger, 18.11.2019
Baankreis, Wesley: „Besondere Herausforderung“; Allgemeiner Anzeiger, 01.07.2014
CDU-Stadtverband Halver: „Gemeinsam für Halver“; CDU-Wahlflyer 2020
Förderverein der Feuerwehr der Stadt Halver e.V.: Informationen von der Homepage der Feuerwehr Halver; www.feuerwehr-halver.de [04.05.2018]
Hesse, Florian: „Ein Feuerwehrgerätehaus – und vielleicht mehr?“; Allgemeiner Anzeiger, 27.03.2018
Hesse, Florian: „Feuerwehr Halver holt den Wettkampf in die Stadt“; Allgemeiner Anzeiger, 28.04.2018
Hesse, Florian: „Kreisleistungsnachweis: Neuauflage nächstes Jahr“; Allgemeiner Anzeiger, 08.05.2018
Hesse, Florian: „Unterstützung aus der Luft auch in Halver“; Allgemeiner Anzeiger, 12.2019
Hesse, Florian: „Neubau per Dringlichkeitsbeschluss“; Allgemeiner Anzeiger, 05.02.2020
Hesse, Florian: „Grünes Licht für Feuerwehrfläche“; Allgemeiner Anzeiger, 09.07.2020
Hesse, Florian (flo): „Folgenutzung statt Leerstand oder Abriss“; Allgemeiner Anzeiger, 29.09.2020
Hesse, Florian: „Neus Gerätehaus deutlich teurer“; Allgemeiner Anzeiger, 02.12.2020
Hesse, Florian: „Neubau ist dringend: Gerätehaus erneut Thema der Politik“www.come-on.de, 08.02.2021
Hesse, Florian: „Baubeschluss für Gerätehaus in Anschlag bestätigt“; Allgemeiner Anzeiger, 11.02.2021

Hesse, Florian: „Warmer Regen von Bund und Land“; Allgemeiner Anzeiger, 14.06.2021

Lorencic, Sarah: „Nachwuchs der Feuerwehren: Erfolg für Halver“; Allgemeiner Anzeiger, 14.05.2019
Lorencic, Sarah: „Förderung für Gerätehaus?“; Allgemeiner Anzeiger, 19.02.2020
Lorencic, Sarah: „Jugendfeuerwehr zieht um“; Allgemeiner Anzeiger, 13.06.2020
Lorencic, Sarah: „Wechsel an der Spitze“; Allgemeiner Anzeiger, 12.10.2020

Lorencic, Sarah: „Geld für Gerätehaus“; Allgemeiner Anzeiger, 03.04.2021

Lorencic, Sarah: „Gerätehaus in Bommert: Die Planung ist optimiert“www.come-on.de, 26.04.2021

Meyrich, Svenja: „Die Feuerwehr passt sich an“; Allgemeiner Anzeiger, 10.11.2020
Panne, Olaf: „Geschichte der Feuerwehr Bommert“; www.feuerwehr-halver.de, [07.05.2018]
Salzmann, Monika: „Vier Jugendliche treten in den aktiven Dienst der Feuerwehr“; Allgemeiner Anzeiger, 13.12.2019
Salzmann, Monika (MS): „Ein neues Fahrzeug für den Löschzug 2“; Allgemeiner Anzeiger, 22.06.2020
Schliek, Klaus: „Letzter Schliff für Feuerwehr“; Allgemeiner Anzeiger, 04.05.2018
Schliek, Klaus: „Die Stadt fest in der Hand der Feuerwehr“; Allgemeiner Anzeiger, 07.05.2018
Strobler, Simke: „Hubrettungsbühne und Einheitsführerin“; in: „Feuerwehr – mehr als ein Ehrenamt“, Sonderveröffentlichung der Lüdenscheider Nachrichten, 22.08.2020
Weiland, Karl-August: „Vielseitige Interessen – und vielseitige Vereine“; Allgemeiner Anzeiger, Januar 1969
Witzel, Julian: „Nicht nur da, wenn es brennt“; Allgemeiner Anzeiger, 28.02.2020
 

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