DRK und Rettungswache

 

Das DRK

Auf seiner Homepage schreibt der DRK-Ortsverein Halver, dass sich bereits seit 117 Jahren Manschen in Halver und der Umgebung für das Deutsche Rote Kreuz engagieren. Somit hat der DRK-Ortsverein Halver eine lange Tradition auf die er zurückblicken kann. Derzeit hat der Halveraner Ortsverein 500 Mitglieder, von denen 25 zu den aktiven gehören. Die restlichen 475 Mitglieder sind Fördermitglieder. Die hauptsächlichen Bereiche, in denen das DRK in Halver aktiv ist, sind vor allem der Sanitätsdienst und der Katastrophenschutz. Aber auch humanitäre Hilfe und soziale Arbeit gehören zum Aufgabenbereich.

Im Februar 2008 zog die Feuerwehr in das neue Feuerwehrgerätehaus um. Anschließend siedelte sich im alten Feuerwehrgerätehaus der DRK-Ortsverein Halver an. Im Juni 2013 wurde der Siegerentwurf zur Gestaltung des neuen Stadtparks vorgestellt. Nach den ursprünglichen Details im Entwurf hätte der hintere Anbau des DRK-Gebäudes abgerissen werden sollen. Das ließ allerdings den DRK-Ortsverein Halver auf die Barrikaden gehen, der froh war hier nach dem Auszug der Feuerwehr eine gute Bleibe, sowohl von der Örtlichkeit her als auch den Räumlichkeiten, gefunden zu haben. Würde der Anbau abgerissen, so hätte der DRK-Ortsverein nicht mehr genügend Räumlichkeiten. Einen alternativen Standort gäbe es nicht und man müsste und würde dann über die Auflösung des DRK in Halver nachdenken müssen. Nach langem Hin und Her gab damals Bürgermeister Dr. Bernd Eicker bekannt, dass das Gebäude nicht abgerissen würde. Der DRK-Ortsverein konnte nicht nur in seinem Domizil bleiben, sondern auch weiterbestehen.

Am 28. September 2017 trafen sich nach rund viermonatiger Vorbereitung im Bereitschaftsraum beim DRK in der Thomasstraße 14 jugendliche Halveraner zwischen 8 und 16 Jahren. Sie alle nahmen als Gründungsmitglieder des Halveraner Jugendrotkreuz an dessen Gründung teil.

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Halver den diesjährigen Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren in Halver äußerst erfolgreich ausrichtete, zog der DRK-Ortsverein Halver nach und veranstaltete am 30. Juni den diesjährigen Landeswettbewerb. Am Vortag reisten die ersten der insgesamt 38 Kreisverbände aus dem Landesverband Westfalen-Lippe an. Untergebracht wurden sie im Anne-Frank-Gymnasium. Die Eröffnung des Landeswettbewerbs war Coesfeld Platz 3 um 9.30 Uhr am Samstagmorgen auf dem Sparkassenvorplatz am Busbahnhof. Eine halbe Stunde später begannen dann die Wettbewerbe. Schauplatz dafür war der Bereich von der Schulstraße über die Frankfurter Straße bis zum Jugendheimplatz, wo man an diesem Tage auch Blut spenden konnte. Wieder einmal war für die Dauer der Veranstaltung ab 5.00 Uhr am Morgen, bis 20.00 Uhr, die halbe Innenstadt gesperrt. Gegen 19.00 Uhr am Abend begann dann der Festabend in der Hauptschule in der Mühlenstraße 2. Dort fand ab ca. 20.30 Uhr auch die Siegerehrung statt, die wegen des schönen Wetters nach draußen, auf den Schulhof, verlegt worden war. Beim Vergleichswettkampf belegte der Kreisverband Brilon aus Marsberg Platz 3, der Kreisverband Paderborn auf Platz 2 und der Gruppe des DRK Wenden aus dem Kreisverband Olpe auf Platz 1. Wenden hat sich damit für die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Siegen qualifiziert. Beim Jugendrotkreuz belegte das Team „Herbener Helden“ aus dem Kreisverband Coesfeld Platz 3, das „Großschaden Team“ aus dem Altkreis Meschede belegte Platz 2 und das Team „Marvins Hühnerstall“ aus dem Tecklenburger Land erreichte Platz 1 und qualifizierte sich damit für den Bundeswettbewerb des Jugendrotkreuzes in Hamburg.

 

Die Rettungswache

An der Susannenhöhe in Oeckinghausen steht Halvers Rettungswache, die dem Märkischen Kreis gehört und in dessen Verantwortung steht. Da die Rettungswache schon lange nicht mehr den räumlichen Anforderungen entspricht, war sie im Juni 2017 Gesprächsthema beim Kreis, der sie deshalb an einem anderen, aber nahegelegenen Standort komplett neu bauen wollte. Veranschlagt dafür waren rund 3 Millionen Euro. Benötigt würde ein etwa 3.000 m² großes Grundstück das man dafür erwerben wollte. Nach Fertigstellung der neuen Rettungswache sollte das alte Grundstück vermarktet werden.

Der Hintergrund dieser Überlegungen ist der Rettungsdienstbedarfsplan bzw. die Auswirkungen desselben. Dieser Plan, der Anfang 2016 in Kraft trat, schreibt nämlich die Ausweitung der Rettungswagen-Vorhaltung für den Standort Halver/Schalksmühle vor. Das bedeutete die Anschaffung eines zusätzlichen 24-Stunden-Rettungs-Transporters für 365 Tage im Jahr. Nun hapert es am Platz bei den Aufenthalts- und Umkleideräumen für das für den neuen Wagen zusätzlich benötigte Person al. Und vor allem Ruheräume für diese sind gar nicht vorhanden. Das Platzdefizit beträgt bei der Außenfläche 407 m² und bei der reinen Nutzfläche 391 m². Auch etliche Mängel im Außen- und Innenbereich, die als gravierend bezeichnet wurden, stellen eine enorme Gesundheits- und Unfallgefahr dar. Und so kommt es wegen der Enge auch zu zahlreichen Verstößen bei den Unfallverhütungsvorschriften. Bis zur neuen Rettungswache soll ein Container für weiteren Raum sorgen.

Aus den genannten Gründen hat der Regiebetrieb Rettungsdienst eine Notlösung eingeführt. Von 8.00 Uhr morgens bis 16.00 nachmittags steht der neue RTW am Standort an der Susannenhöhe in Halver. Während der übrigen Zeit von 16.00 Uhr nachmittags bis 8.00 Uhr morgens ist das Fahrzeug an der Wache in Meinerzhagen stationiert, die noch ausreichende Kapazitäten haben. Mit dieser absolut unzureichenden Zwischenlösung verlängern sich die Anfahrzeiten zum Teil drastisch. Das gefährdet im Ernstfall Menschenleben und ist eigentlich ein absolutes No-Go.

Ein möglicher neuer Standort war schnell gefunden. Dieser läge an dem Wanderparkplatz an der B 229, der beim Malermarkt Dreschel, direkt gegenüber der Straßeneinfahrt nach Schalksmühle und auf Sichtweite zur Susannenhöhe steht. Nach Auskunft der Stadt Halver müsse nur der Flächennutzungsplan geändert werden, da die Fläche bisher als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen sei. Anfang November sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses Planung und Umwelt für diesen neuen Standort an der B229 aus. Bedenken, dass dadurch der Weg für weitere Gewerbeflächen an dieser Stelle geebnet werden könnte zerstreute Bürgermeister Michael Brosch damit, dass die Fläche für die Rettungswache als Gemeindebedarfsfläche ausgewiesen werde. Wenig später fasste der Rat der Stadt dann mit großer Mehrheit den Einleitungsbeschluss, der den Neubau der Rettungswache ermöglichen soll.

Im Juli 2018 dann erst einmal ein Rückschlag. Der Bau der neuen Rettungswache wird sich verschieben. Eine Realisierung sei erst im Jahr 2020 wahrscheinlich. Der Landesentwicklungsplan (LEP), der das ins Auge gefasste Gelände noch als landwirtschaftliche Nutzfläche ausweist, ist derzeit noch in der Überarbeitung. Sobald dies erfolgt ist und der geänderte Plan Gültigkeit erlangt steht noch nicht fest, aber dann könnte sofort gebaut werden. Das Beteiligungsverfahren für die Planungsbehörden und die Öffentlichkeit ist bereits seit dem 15 Juli 2018 abgeschlossen. An dem Standort soll festgehalten werden, da Oeckinghausen der ideale Ort ist um sowohl den Raum Halver, als auch Schalksmühle abzudecken.

 

Quellen- und Literaturhinweise

Allgemeiner Anzeiger (jomax): „Gelungener Abschluss fürs DRK“; Allgemeiner Anzeiger,03.07.2918
DRK Ortsverein Halver: Eigene Homepage, www2.drkcms.de/drkhalver, [01.09.2018]
Hesse, Florian: „Neubau der Rettungswache“; Allgemeiner Anzeiger, 01.07.2017
Hesse, Florian: „Start nach Maß fürs JRK“; Allgemeiner Anzeiger, 02.10.2017
Hesse, Florian: „Projekte auf den Weg gebracht“; Allgemeiner Anzeiger, 29.11.2017
Hesse, Florian: „Kreis hält fest an Standort für Rettungswache“; Allgemeiner Anzeiger, 19.07.2018
Reichelt, Sarah (sar): „Neubau der Rettungswache“; Allgemeiner Anzeiger, 30.10.2017
Reichelt, Sarah (sar): „Neubau der Wache“; Allgemeiner Anzeiger, 11.11.2017
Schliek, Klaus: „Ausnahmezustand in Halver“; Allgemeiner Anzeiger, 23.06.2018
Schliek, Klaus: „Eine ganze Stadt im Zeichen des Roten Kreuzes“; Allgemeiner Anzeiger, 29.06.2018
 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 02.09.2018 13:05:16 Uhr.