Halver geschichtlich

 

Der in Deutschland einmalige Ortsname Halver bereitet vielen Mühe bei der Aussprache. Wie wird er ausgesprochen? – Halwer oder Halfer? Da scheiden sich die Gemüter und manchmal gibt es selbst unter den alteingesessenen Halveranern harte Diskussionen darüber. Viele früher benutzte Schreibweisen wie HalvaraHalueraHaluere und Halvere deuten in der Tat daraufhin, dass der Ortsname als Halwer gesprochen werden muss. Allerdings gibt es auch Urkunden aus der Zeit vor dem 15. Jahrhundert, in der Halver als Halfter genannt und nach dem 17. Jahrhundert auch schon einmal als Halfer geschrieben wurde. Und dennoch, das Regelwerk der deutschen Sprache, der Duden weist in seinem Band „Aussprachewörterbuch“ darauf hin, dass Halver Halwer gesprochen wird. Und doch benutzen die meisten die andere Version. Lassen wir also beide Varianten gelten, was Halver wieder einmal mehr als einzigartig erscheinen lässt.

 

Die ältesten Funde aus Halver und die frühe Besiedelung

Archäologische Funde und Erkenntnisse im Bereich des heutigen Halveraner Gebietes gibt es mehrere. So stammen die ältesten dieser gefundenen Spuren bereits aus der Mittelsteinzeit, die um das Jahr 9600 vor Christus begann. Dies gilt für den Bereich von Pottheinrich. Auch im Bereich von Grünewald und Berge fand man Spuren auf eine frühe Anwesenheit von Menschen. Unklar ist allerdings, ob die Menschen, die diese Spuren hinterließen, auch hier ansässig waren oder nicht. Im Bereich von Schmittenkamp, oberhalb von Ehringhausen, soll demnächst ein Neubaugebiet entstehen. Da hier ebenfalls Anzeichen auf eine frühe menschliche Anwesenheit vorhanden waren, untersucht aktuell im April/Mai 2018 ein Archäologenteam die entsprechenden Felder. Gefunden wurden bearbeitete Feuersteine und Keramikscherben.

Das offiziell bis heute älteste archäologische Fundstück, das bislang auf Halveraner Gebiet gefunden wurde ist ein Griffdolch aus Feuerstein. Sein Alter wird auf 3.600 bis 4.000 Jahre geschätzt, was bedeutet, dass er aus der frühen Bronzezeit stammt. Ausgestellt ist der Griffdolch im Museum für Ur- und Frühgeschichte von Schloss Werdringen in Hagen-Vorhalle. Besichtigt werden kann er während der Öffnungszeiten des Museums: Mi. bis Fr. von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Sa. bis So. von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die erste Besiedelung des heutigen Stadtgebietes geschah wahrscheinlich durch die Sugambrer und später auch durch die Sachsen. Erstmals erwähnt wurde Halver um das Jahr 950 im Werdener Probsteiregister als Oberhof Halvara, der am Kreuzungspunkt der alten Heerwege Köln-Soest und Hagen-Siegen lag. Beide ehemaligen Heerwege werden in Etwa auch seit altersher als Fernverkehrsstraßen benutzt. Damit gehört Halver zu den ältesten Ortschaften im märkischen Sauerland. Die Entstehung des heutigen Namens „Halver“ ist nicht vollständig geklärt. Einige Historiker meinen, dass Urkunden aus dem 10. Jahrhundert belegen, dass der Name von der hier entspringenden Hälver abgeleitet wurde.

 

Halvers „Meierhof“

Karl der Große (* 2.4.747, † 28.1.814) ließ zur Sicherung an den Grenzen der von ihm unterworfenen Gebiete an besonders strategisch wichtigen Punkten die „Meierhöfe“ anlegen. Zur Verwaltung dieser „Meierhöfe“ wurde ein „Meier“ eingesetzt, dem eine Gruppe von gut ausgebildeten und entsprechend ausgerüsteten Soldaten unterstand. Die „Meier“ hatten den Auftrag die Grenze zu sichern, den Hof Ertrag bringend zu verwalten und nebenbei auch die Menschen der Umgebung zum christlichen Glauben zu bringen.

Ein solcher „Meierhof“ war auch der „Rhaderhof“ in Halver-Oberbrügge, der wahrscheinlich auf dem „Lindenhügel“ seinen Sitz hatte. Dies lassen zumindest Bodenfunde und geschichtliche Untersuchungen vermuten. An den „Rhaderhof“ erinnert heute Haus Rhade, das jetzt in der Nähe der Volme am Ortsausgang an der B54 zwischen Halver-Oberbrügge und Kierspe-Bollwerk, auf heute Kiersper Gebiet, gelegen ist. Das Gelände für den „Meierhof“ wurde durch Rodung des dichten Waldes gewonnen. Dadurch werden die in den alten Urkunden unterschiedlichen Bezeichnungen für „Haus Rhade“ bzw. den „Rhaderhof“ verständlich: „Rhode“„Rode“„Royde“ und „Rade op de Volme“. Wegen der günstigen Lage konnte von diesem „Meierhof“ in Halver-Oberbrügge aus nicht nur der Zugang ins obere Volmetal, sondern auch die damals wichtige alte Heer- und Handelsstraße von Halver nach Lüdenscheid kontrolliert werden.

 

Rittersitz Engsfeld

Der Halveraner Ortsteil Engstfeld, an der Grenze zur Nachbarstadt Wipperfürth, ist eine Hofschaft, die 350 Meter über NN liegt. Er unterscheidet sich in Oberengstfeld, Mittelengstfeld und Niederengstfeld. Letzteres liegt bereits auf Wipperfürther Gebiet. Erstmals urkundlich erwähnt wird Engstfeld, dass früher ein Rittersitz war, im Jahre 1163. Es wird jedoch vermutet, dass die Entstehung des Ortes bereits in einem Zeitraum zwischen 693 und 750, während der sächsisch-fränkischen Grenzauseinandersetzungen, lag. Der Ort war früher auch ein Oberhof des Klosters Herdecke und Urkunden um die Zeit von 1500 belegen, dass der Hof Engstfeld dem bergischen Amt Beyenburg abgabenpflichtig war. Südwestlich von Engstfeld verlief ab dem Mittelalter bis in die frühe Neuzeit auch die Elberfelder Linie der Bergischen Landwehr.

 

Das Femegericht in Halver

Über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren besaß Halver ein eigenes Gericht, das so genannte Frei- oder Femegericht. Dies ist seit dem Jahre 1243 nachweisbar und wurde erst im Jahr 1753 aufgelöst. Noch heute zieren die Gerichtslinde (Femelinde) und der steinerne Richtertisch oberhalb eines rot-weißen Schachbrettmusters, das Halvers frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Mark symbolisiert, das von Otto Hupp entworfene und am 29. März 1935 durch Erlass des Reichs- und Preußischen Minister des Inneren an die Gemeinde Halver verliehene Wappen.

Am bekanntesten wurde das Halveraner Femegericht durch die Übertragung des Streits zwischen dem Herzog Heinrich von Bayern-Landshut (Heinrich XVI. dem Reichen) und dem Ritter Kaspar von Toerring durch den Kaiser am 2. Mai 1430. Der Rechtsstreit dauerte schon 17 Jahre an und begann 1413, als Ritter Kaspar von Toerring einen Prozess gegen den Herzog Heinrich von Bayern-Landshut anstrengte, weil dieser im wertvolle Jagdhunde entwendet und einen Jäger abgeworben hatte. Am 29. Mai 1429 „verfemte“ das Freigericht Limburg an der Lenne schließlich den Herzog, der damit praktisch „vogelfrei“ war. In seiner Verzweiflung wandte sich der Herzog an König Sigismund, der dann für den neuen Prozess in Halver sorgte. Dort erschien der Angeklagte Herzog jedoch nicht selbst sondern ließ sich durch seinen Schwiegersohn, den Herzog und Pfalzgrafen Otto I. von Mosbach vertreten. Otto I. von Mosbach konnte dem Halveraner Gericht glaubhaft vorbringen, dass das Limburger Urteil einen Formfehler enthielt. Dadurch erwirkte er einen Freispruch für seinen Schwiegervater.

Diese Verhandlung wurde in einem Theaterstück von Hermann Diebschlag auf Anregung von Günther Vahlefeld, dem damaligen Vorsitzenden des Halveraner Heimatvereins, zum 555sten Jahrestag nachempfunden. Dabei spielten die Halveraner Horst Syberg und Waldemar Bremicker die Hauptrollen in diesem historischen Ereignis. Das Stück, zuerst bei strömenden Regen im Freien, vor dem nachgebauten Freistuhl, dargeboten, wurde dann etwas später noch einmal in der Reithalle aufgeführt. Hermann Diebschlag als Verfasser des Stückes sagte dazu: „Es könnte sich so zugetragen haben. Da ich aber nicht dabei war, übernehme ich keine Verantwortung dafür, dass jedes Wort der Realität entspricht.“ An dieses historische Ereignis erinnert heute auch der vom Bildhauer Werner Klenk geschaffene Geschichtsbrunnen, der Anfang November 1994 im Stadtzentrum aufgestellt und am 5. November 1994 eingeweiht wurde. Der Brunnen wurde seinerzeit von der Sparkasse Halver-Schalksmühle zu ihrem 150jährigen Bestehen gestiftet. Die Figuren auf der linken Brunnenseite stellen den Ritter von Toerring und den Herzog Heinrich von Bayern-Landshut dar.

Einigen Vorschlägen nach wurde innerhalb des Kreisels an der Von-Vincke-Straße eine Linde gepflanzt und ein Grauwacke-Tisch aufgestellt. Inzwischen wurde auch eine farblich halbwegs rote und weiße Bepflanzung in Form des Schachbalkens aus dem Stadtwappen vorgenommen. Das Ganze soll nicht nur an das Halveraner Stadtwappen erinnern, sondern vielmehr soll damit auch das alte Femegericht nachgestellt werden.

 

Der Dreißigjährige Krieg und die Pest

In den Jahren von 1618 bis 1648 tobte der Dreißigjährige Krieg, der auch in Halver ganz deutlich seine Spuren hinterließ. Er begann am 23. Mai 1618 mit dem „Prager Fenstersturz“ und war ein europäischer Religions- und Staatenkonflikt, der hauptsächlich auf deutschem Boden ausgetragen wurde. In Halver schikanierten insbesondere die brandenburgischen Heere, die die Grafschaft Mark besetzt hielten, die Halveraner Bevölkerung. Sie verwüsteten den Ort. Plünderungen waren an der Tagesordnung und manch ein Hof ging in Flammen auf und brannte nieder. Viele Felder blieben in dieser Zeit unbestellt. Mit dem „Westfälischen Frieden“ vom 24. Oktober 1648 endete der Dreißigjährige Krieg schließlich. In der ev. Nicolai-Kirche sind Steinkugeln aus dieser Zeit eingemauert.

Zu den größten Katastrophen, die Halver in seiner mehr als tausendjährigen Geschichte erlebte, ist die Pest zu erwähnen, die besonders im 17. Jahrhundert, während des Dreißigjährigen Krieges, weite Teile Deutschlands befiel. In Halver wütete sie in den Jahren 1635/36 und forderte den Chroniken nach hier um die 1.100 Todesopfer. Das waren damals vermutlich mindestens 1/3 aller Einwohner.

 

Mittelalterliche Befestigungsanlagen

Teile der mittelalterlichen Bergisch-Märkischen Landwehr bildeten einst die Stadtgrenze zum Nachbarort Radevormwald. Diese Landwehr wurde vermutlich um das Jahr 1310 errichtet und bestand aus zwei bis drei Erdwällen mit einem Graben geringer Tiefe dazwischen. An den Außenseiten befanden sich tiefere Gräben. Häufig waren die Wälle auch mit Baumpfählen bewehrt. Im Bereich der Stadtgrenze zwischen Halver und Radevormwald ist heute davon so gut wie nichts mehr zu sehen. Einzelteile der Landwehr im oberen Bereich des Ortsteils Schwenke wurden in der Vergangenheit auch schon mal als „Schwedenschanze“ bezeichnet.

Anders verhält es sich unterhalb von Schwenke beim Ortsteil Ahe am Bollberg. Hier befindet sich eine frühmittelalterliche, auch als Fliehburg bezeichnete, ovale Ringwallanlage aus gemischtem Erd- und Gesteinsmaterial, die zumindest in Teilen auch heute noch erkennbar ist. Wie Halvers früherer Stadtdirektor und Bürgermeister Hans-Jürgen Kammenhuber in einem Artikel in der Bethanien-Hauszeitung „Lebenswert“ in der Ausgabe 3/2017 schrieb, wurde diese historisch bedeutsame Anlage von der Stadt Halver unter Denkmalschutz gestellt. Über die Zeit der Entstehung oder die Erbauer waren sich die Historiker und Archäologen lange nicht einig. Heute geht man davon aus, dass sie karolingisch ist und im 9. Jahrhundert gegründet wurde. So hat, wie Kammenhuber schreibt, Karl der Große die Anlage „zur Sicherung des Landfriedens und zum Schutz der strategisch wichtigen alten Heerstraße Köln-Dortmund“ (von Wipperfürth kommend über Bollberg nach Breckerfeld) errichten lassen. Dies alles sollen frühmittelalterliche Keramikfunde belegen, die aus rheinischen Badorfer und Pingsdorfer Töpfereien stammen sollen. – Das letzte Mal war ich zu Anfang der 1980er Jahre dort. Da war die Wallanlage allerdings so von dichtem Unterholz und Gestrüpp überwachsen, dass man schon ganz genau hinschauen und wissen musste, wo und nach was man hier sucht.

Im Jahr 1792 bestand das Kirchspiel Halver bereits aus 9 Bauernschaften mit 495 Häusern. Darin lebten damals rund 600 Familien mit insgesamt ca. 3.600 Einwohnern.

 

Französische Besatzung und Einführung des Standesamtswesens

Napoleon entriss den Preußen 1807 im Frieden von Tilsit das gesamte Land westlich der Elbe. Dadurch gehörte Halver dann zum Departement Ruhr, Arrondissement Hagen, Kanton Lüdenscheid. Der Besatzung Napoleons verdanken wir unser heutiges Standesamtswesen. In dieser Zeit wurde die sogenannte Zivilehe eingeführt, was nur durch die von Napoleon vollzogene Trennung von Staat und Kirche möglich war. Ab da galten vor dem Gesetz nur noch die vor einem Standesbeamten geschlossenen Ehen. Die kirchlichen Trauungen, die früher alleine eine Ehe besiegelten, durften von nun an erst nach der standesamtlichen Trauung vollzogen werden. Ab dem 1. Januar 1810 übernahm auch in Halver der Maire als Standesbeamter die Führung der Personenstandsregister. Maire von Halver war Hermann Henrich Winkhaus. Die Personenstandsurkunden (Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden) mussten nach dem Code Civil gefertigt werden und unterlagen genauen Formvorschriften. Erst im November 1813 endete die französische Besatzung.

Gegen Ende Februar 1815 ging die Nachricht durch Europa, dass Napoleon in Begleitung der kaiserlichen Garde die Flucht aus seinem Exil auf Elba gelungen sei. In Frankreich war er begeistert empfangen worden und marschierte nun wieder mit seinen Truppen gen Osten. Am 7. April 1815 ruft der preußische König sein Volk zum Waffengang gegen die vorrückenden Franzosen auf. Auch das märkische Landwehr-Regiment folgt dem Ruf und eilt zum Sammelpunkt nach Wesel. In dem Regiment sind auch Halveraner Soldaten. Am 15. April 1815 setzt das Regiment über den Rhein und rückt nach Westen vor. Feldmarschall von Blücher inspizierte bei Jülich die Truppen und lobte insbesondere die Westfalen als „Kerle wie Eisen“.

Zuerst konnte Napoleon bei Ligny einen Sieg gegen die Preußen erringen. In einem folgenden Gefecht bei Issy werden seine Truppen aber deutlich geschwächt. Trotzdem greift Napoleon mit seinen Soldaten am 18. Juni 1815 die Armee des britischen Feldmarschalls Arthur Wellesley Wellington an, die südlich von Brüssel in Waterloo steht. Wellington gerät mit seiner Armee in ärgste Bedrängnis. Das Blatt ändert sich erst am späten Nachmittag des 18. Juni 1815, als Feldmarschall von Blücher mit seinen Truppen in Waterloo eintrifft und sofort in den Kampf gegen die Franzosen eingreift. Gemeinsam bereiten hier die Briten und Preußen Napoleon die endgültige und kriegsentscheidende Niederlage.

Auch das märkische Landwehr-Regiment gelangte sowohl bei den Kämpfen in Ligny und Issy, als auch bei der legendären Schlacht von Waterloo zum Einsatz. Bei Ligny fiel der Halveraner Caspar Sinn und der Halveraner Christian Dahlhaus wurde dort so schwer verletzt, dass er später im belgischen Leuven seinen Verletzungen erlag. Der Halveraner P. C. Mund wurde für besondere Tapferkeit in den Gefechten bei Issy mit dem Eisernen Kreuz und dem russischen Sankt-Georgs-Orden ausgezeichnet. Am 21. Juni 1815 besiegelte das Königliche Besitznahme-Patent die Aufnahme der Grafschaft Mark in die nun wieder preußische Provinz Westfalen. Wenige Tage später, am 7. Juli 1815, zieht das märkische Landwehr-Regiment in den Reihen der preußischen Truppen in Paris ein. Mit dabei auch viele Halveraner Soldaten. Doch schon wenige Monate später löst sich das märkische Regiment in Lünen offiziell auf. Von dort kommen die Männer dann wieder in die Heimat zurück. Zum Gedenken an die im preußischen Freiheitskrieg gegen Napoleon gefallenen Halveraner wurde 1902 an der Leye ein Ehrenmal errichtet, das aber heute nicht mehr existiert und dem Straßenverkehr zum Opfer fiel.

 

Gründung der Halveraner Landwehrvereine

In Deutschland sammelten sich die Soldaten, die von den Kriegsschauplätzen des 19. Jahrhunderts zurückgekehrt waren, in der Heimat unter der Fahne von Krieger- und Landwehrvereinen. Das märkische Landwehr-Regiment war aufgelöst worden und in Halver gab es erst einmal keinen Landwehrverein mehr. Zudem herrschte ein allgemeines Vereinigungsverbot für Kriegsveteranen, das vom preußischen König erlassen worden war. Dies wurde erst im Februar 1842 gelockert und aufgehoben. Aus diesem Grund wurde dann am 18. Juni 1842, dem Jahrestag der Schlacht von Waterloo, der erste Halveraner Landwehrverein, der sich zeitweise auch Kriegerverein nannte, gegründet. Insgesamt waren es 43 ehemalige Soldaten, die in den preußischen Freiheitskämpfen gegen die Armee Napoleons gekämpft hatten, die nun das Gründungsprotokoll des Landwehrvereins unterzeichneten. Das Heimatmuseum, jetzt Regionalmuseum, bewahrt eine entsprechende Vereinsfahne von 1871 dazu auf.

Zur Zeit des Dritten Reichs wurden die Mitglieder des Landwehrvereins automatisch SA-Mitglieder. Eine eigenständige Arbeit war damals nicht mehr möglich. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte mit der Gründung der Kyffhäuserkameradschaft Halver ein Neuanfang gestartet werden. Das geringe Interesse der Öffentlichkeit und die fehlende Mitarbeit der Mitglieder führte schon 1967 wieder zur Auflösung des Vereins.

Auch in Bommert und in Oberbrügge wurde von Kriegsveteranen ein Verein gegründet. Der Bommerter Verein nannte sich Wehr-Verein und wurde von 57 Gründungsmitgliedern am 7. Juli 1867 in Schulten Hedfeld ins Leben gerufen. Letztlich ereilte ihn das gleiche Schicksal wie den Halveraner Landwehrverein und auch der Bommerter Wehr-Verein wurde (vermutlich) in den 1960er Jahren aufgelöst. Auf der Fahne des Bommerter Wehr-Vereins stehen die Ortsnamen Düppel, Kissingen und Sedan. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen an diesen Schauplätzen (deutsch-dänisch 1864, preußisch-bayerisch 1866 und deutsch-französisch 1870) hatten junge Soldaten aus Bommert unter preußischer Flagge teilgenommen.

 

Das Kriegerdenkmal an der ev. Kirche

Im Sommer des Jahres 1888 wurde vor der ev. Kirche ein Kriegerdenkmal des Lüdenscheider Bildhauers Gottwalt Kuhse errichtet das an die gefallenen Soldaten der drei kriegerischen Auseinandersetzungen von 1864, 1866 und 1870/1871 erinnern soll. Der Sockel besteht aus Sandstein und auf drei Seiten befinden sich Marmortafeln mit den Namen der Gefallenen. Nachträglich wurde noch auf der Vorderseite ein schwarzes Metallband angebracht. Darauf ist zu lesen: „Aus dem Kirchspiel Halver starben für König und Vaterland 1815 Christian Dahlhaus und Caspar Sinn.“ Darüber befindet sich ein Kupferrelief mit dem Kopf von Kaiser Friedrich III., der nur 110 Tage an der Macht war. Auf dem Sandsteinsockel befindet sich ein Soldat, der einer Büste des Kaisers Wilhelm I. einen Lorbeerkranz aufsetzt.

Das Denkmal hat 1888 stolze 4.700 Mark gekostet und wurde unter Amtmann Wessel errichtet. Der Lüdenscheider Bauunternehmer Feldmann legte gleichzeitig die Freitreppenanlage beim Denkmal an, was dem Amt Halver weitere 3.000 Mark kostete. An den Gesamtkosten von 7.700 Mark beteiligte sich die ev. Kirchengemeinde seinerzeit mit einem Kostenzuschuss von 1.000 Mark. Am 18. August 1888 wurde das Denkmal offiziell enthüllt.

 

Die Anfänge der medizinischen Versorgung in Halver

Um 1780 praktizierte der Feldchirurg Peter Kleinjung im Haus Marktstraße 7. Später praktizierte dann auch sein Schwiegersohn, der Wundarzt (so wurden früher Chirurgen bezeichnet) Friedrich Wilhelm Scriba in Halver. Scriba kam Anfang Februar 1825, im Alter von 52 Jahren und Vater dreier minderjähriger Kinder, von einem Patientenbesuch in Kreuzberg nicht mehr lebend zurück. Er wurde erfroren im tiefen Schnee am Straßenrand aufgefunden. Sein Tod wurde am 2. Februar 1825 von Pastor Johann Wilhelm Bellingrodt im kirchlichen Sterberegister beurkundet. Am 7. Februar 1825 wurde er auf dem ev. Friedhof (dem heutigen Hohenzollernpark) beerdigt. Bürgermeister Wilhelm Schmidt suchte dann dringend einen neuen Arzt für Halver, da Halver nun keinen mehr hatte. Noch im Februar 1825 kam Dr. Carthaus aus Radevormwald nach Halver und ließ sich hier als erster praktischer Arzt nieder. Erst im Jahr 1853 erhielt Halver mit Dr. Jellinghaus seinen zweiten Arzt. Pfarrer Ewald Dresbach berichtet in seiner Chronik zudem noch von einem „Medikus“ vom Berg, der in den 1840er Jahren in Osenberg (bei Schwenke) niederließ. Das war allerdings kein ausgebildeter Allgemeinmediziner, da er zuvor lediglich in Berlin als Dentist tätig gewesen war.

Der erste Apotheker in Halver soll nach verschiedenen Quellen der am 1. Juni 1750 in Lüdenscheid geborene und am 6. Dezember 1808 in Halver gestorbene Peter Hermann Gerhardi gewesen sein. Ab wann es die erste Apotheke in Halver gab ist nicht ganz klar, da die unterschiedlichsten Quellen leider auch unterschiedliche Daten angeben. Während manche vom 12. März 1798 sprechen gibt der Halveraner Historiker Erich Kalkowski in seinem Buch „Halver in alten Ansichten“ an, dass die Alte Hirsch Apotheke (ursprünglich am Kirchplatz, Ecke Von-Vincke-/Kirchstraße) im Jahre 1788 gegründet wurde. Die Alte Hirsch Apotheke selbst schreibt auf ihrer eigenen Homepage „seit 1789“.

Rund hundert Jahre nach der ersten Apotheke erhielten die Halveraner sogar ein eigenes Krankenhaus mit 20 Betten. Dabei handelte es sich um das sogenannte Wichernhaus in der heutigen Schulstraße, das am 1. Mai 1892 eingeweiht wurde. Der aus dem Siegerland stammende Dr. Gontermann war hier leitender Arzt und Operateur bis zu seinem Tod im Jahr 1899. Bielefelder Diakonissen arbeiteten als Pflegerinnen in der Einrichtung. 1894 kam es zwischen ihnen und Dr. Gontermann allerdings zu einem Bruch. Ab da verrichteten Angehörige der Schwesternschaft vom Deutschen Roten Kreuz hier ihren Dienst. Allerdings wurde das Krankenhaus bereits 15 Jahre später wieder geschlossen. 1899 entstand das städtische Krankenhaus Lüdenscheid als übermächtige Konkurrenz zu Halver. Und weil das Halveraner Krankenhaus weder in Größe noch in der Ausstattung den wachsenden Anforderungen der Zeit entsprach, sah man sich gezwungen es zu schließen. Danach gab es nie wieder ein Krankenhaus in Halver. Alternativ dazu war von mehreren Ärztinnen und Ärzten in den 1960er Jahren ein Ärztehaus für Halver im Gespräch. Vier Praxen sollten darin enthalten sein, deren Betreiber abwechselnd rund um die Uhr auch als Notärzte fungieren wollten. Zudem sollte dort auch ein Krankenwagen stationiert werden. Doch dazu kam es nie, weil das Vorhaben an der schwerfälligen Politik scheiterte.

 

Gründung der Sparkasse

Bürgermeister Wilhelm Schmidt ergriff die Initiative zu Gründung einer Sparkasse in Halver. Die eröffnete am 1. Juli 1844 ihren Betrieb als Gemeindesparkasse. Sie war die erste ihrer Art im ganzen Regierungsbezirk Arnsberg, da es bis dahin keine Sparkasse in der Trägerschaft einer Landgemeinde gab. Im Jahr 1912 wurde aus der ehemaligen Gemeindesparkasse die Amtssparkasse Halver. 1970 gründeten die Stadt Halver und die amtsfrei gewordene Gemeinde Schalksmühle einen Sparkassen-Zweckverband worauf die Amtssparkasse Halver dann zur Sparkasse Halver-Schalksmühle wurde. Diese fusionierte 2003 mit der Sparkasse Lüdenscheid und Halver ist seitdem als Zweigstelle der Sparkasse Lüdenscheid aktiv. 1902 wurde in Halver auch die Spar- und Darlehnskasse (heutige Volksbank) gegründet. Außerdem gibt es heute noch die Commerzbank in der Stadt.

 

Umstrukturierung und Auflösung von Amt Halver

Bis zum 30. September 1912 war die heutige Nachbargemeinde Schalksmühle mit Halver vereint. Mit Wirkung zum 1. Oktober 1912 spaltete sich der Ortsteil Schalksmühle von Halver ab, so dass aus ehemals einer Gemeinde nun zwei Gemeinden wurden. Beide wurden nach wie vor vom Amt Halver verwaltet, das bis dahin lediglich dem Namen nach ein „Amt“ war („Ein Amt besteht aus mehreren Gemeinden und hat eine gemeinsame Verwaltung. (…) Ämter wurden ursprünglich in verschiedenen mittelalterlichen Territorien zur Landesverwaltung angelegt und halten sich teilweise bis in die Gegenwart. Zudem waren Ämter meist auch die unterste Gerichtsinstanz. Verwaltet wurden die Ämter durch den Amtmann.“ Auszugsweise aus: Wikipedia„Amt (Kommunalrecht)“). Dies änderte sich erst mit der kommunalen Neuordnung im ehemaligen Landkreis Altena, zu dem damals die beiden Gemeinden Schalksmühle und Halver gehörten. Beide Gemeinden wurden zum 1. Januar 1969 selbständig und das Amt Halver aufgelöst. Dies war auch der Zeitpunkt, zu dem Halver die Stadtrechte verliehen bekam und damit aus dem ehemals „schönsten Dorf Westfalens“ eine Stadt wurde. Am 9. Mai 1969 überreichte NRW-Innenminister Willi Weyer im Rahmen eines Festaktes zur Stadtwerdung in der Aula der Realschule die Urkunde über die Verleihung der Stadtrechte. Die landschaftlich schöne Lage hatte Ludwig von Vincke (* 23.12.1774, † 2.12.1844), zu der Äußerung veranlasst, Halver sei „das schönste Dorf Westfalens“Ludwig von Vincke war von 1815 bis 1844 Oberpräsident der neu gegründeten preußischen Provinz Westfalen. In Halver erinnert heute der Straßenname „Von-Vincke-Straße“ an ihn.

Was viele aus der jüngeren Generation nicht wissen, ist die Tatsache, dass auch der Halveraner Stadtteil Oberbrügge einmal für knapp zwei Jahre eine eigenständige Gemeinde war, die dem Amt Halver angehörte. Dies war zu Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Alliierten Dr. Robert Lehr im Mai 1946 zum Bürgermeister von Oberbrügge machten. Dr. Lehr war früher Oberbürgermeister von Düsseldorf und mit der Tochter des Oberbrügger Unternehmers Hermann Steinbach verheiratet. Nach seiner Episode als Oberbrügger Bürgermeister ging er in die Bundespolitik und wurde am 13. Oktober 1950 Bundesminister des Innern unter der Regierung von Konrad AdenauerDr. Robert Lehr starb im Alter von 73 Jahren in Düsseldorf und wurde am 13. Oktober 1956 auf dem ev. Friedhof in Oberbrügge beerdigt.

 

Halver im Ersten Weltkrieg

Der 1. August 1914 war ein Schicksalstag für die ganze Welt. Spätere Historiker bezeichneten, dass, was dann kam, als „Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts“. Kaiser Wilhelm II. ordnete die allgemeine Mobilmachung an und erklärte Russland (zwei Tage später auch Frankreich) den Krieg. Das war der Beginn des Ersten Weltkriegs. Am Nachmittag zwischen 18.00 Uhr und 19.00 Uhr wurde die Mobilmachung auch in Halver bekannt. Der erste Verwundete, der in Halver gemeldet wurde, war der Reservist Ewald Brüninghaus, der bereits am 20. August 1914 eine Kriegsverletzung erlitten hatte. Ab September 1914 konnten im Amtshaus Listen mit den verwundeten und gefallenen Soldaten aus Halver eingesehen werden. Insgesamt ließen mehr als 260 Halveraner im Ersten Weltkrieg ihr Leben.

 

Halver im Zweiten Weltkrieg

Auch in Halver wurde eine Ortsgruppe der NSDAP gegründet. Dies geschah im Februar 1926. Fünf Jahre später, 1931, hatte die Partei in Halver bereits 35 Mitglieder. Hinzu kamen die Mitglieder der SA, die sich in Halver im April 1930 unter der Bezeichnung „Sturm 41 Halver“ formiert hatten. Beim ersten Fackelzug der SA am 24. Januar 1931 in Halver kamen rund 600 Teilnehmer zusammen und am 9. März 1931 sprach Hermann Göring vor mehr als 1.000 Zuhörern im Saal auf der Karlshöhe. Die Partei hatte an diesem Tag über 60 Neuaufnahmen. Anfang 1932 erschien die erste Ausgabe des Wochenblattes „Dreschflegel“ mit dem Untertitel „Nationalsozialistisches Kampfblatt für Halver und Umgebung“. Es schürte vor allem den Rassenhass mit antijüdischen Hetztiraden. 1932 wurde in Halver auch die Hitlerjugend gegründet, der ab 1937 an der Karlshöhe das Herbert-Norkus-Heim für Veranstaltungen zur Verfügung stand.

Halver blieb lange Zeit von Kampfhandlungen verschont. Erst ab 1944 erlebte Halver verstärkt auch Angriffe der alliierten Jagdbomber. Objekte, die bei Kriegshandlungen angegriffen und/oder in Mitleidenschaft gezogen wurden waren auch der Aussichtsturm, das Rathaus, Halvers Wasserturm und Halvers Eisenbahn. Am Abend des 12. April 1945 marschierten nach einem längeren Artilleriebeschuss amerikanische Truppen in Halver ein. Viele Halveraner stürzten eiligst auf die Straßen und hissten provisorisch zusammengezimmerte weiße Fahnen.

Insgesamt fielen bei den Kampfhandlungen in und um Halver 26 Angehörige der Deutschen Wehrmacht. Sie wurden zuerst auf dem ev. Friedhof beigesetzt, 1949 dann aber auf einen Soldatenfriedhof in Valbert umgebettet. Auf den Ehrentafeln, die früher am Ehrenmal im Hohenzollernpark waren, standen die Namen von insgesamt 378 Soldaten aus Halver, die nicht mehr aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten. Besonders beschämend ist, das wertlose kriminelle Subjekte (Schrottdiebe) eine der Bronzetafeln gestohlen haben und eine zweit stark beschädigten. Aus Vorsorge vor weiteren solchen Machenschaften wurden die Tafeln dann von der Stadt komplett abgebaut.

 

Die Flüchtlingswelle überrollt auch Halver

Am Ende des Zweiten Weltkrieges verlassen rund 14 Millionen Deutsche ihre Heimat in den Ostgebieten (Schlesien, Ostpreußen, Pommern). Sie fliehen, werden vertrieben oder in die Flucht geschlagen. Etwa 10 Millionen von ihnen finden in West-Deutschland, der späteren Bundesrepublik, eine neue Heimat. Mehr als 3.000 davon auch in Halver. Der 1946 in Halver amtierende Bürgermeister Walter Köster notierte am 4. Dezember 1946, dass der Gemeinde Halver 3.443 Flüchtlinge zugewiesen seien. Damit kamen auf drei Halveraner Einwohner mehr als ein Flüchtling. Somit waren mehr als ein Viertel der Einwohner am Jahresende 1946 Flüchtlinge.

Viele Wohnungen und Häuser waren in den letzten Kriegstagen noch mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt worden. Die Reparaturen und Sanierungen gingen nur schleppend voran, weil das dringend benötigte Baumaterial fehlte. Noch im Jahr 1939 standen jedem Halveraner 10,6 m² Wohnraum zur Verfügung. Nach unseren heutigen Begriffen war das schon verflixt wenig. Doch nach der Ankunft der Flüchtlinge im Jahr 1946 verringerte sich der Wohnraum pro Kopf um mehr als die Hälfte auf gerade noch 4,46 m². Das ist gerade mal etwas mehr als die Größe eines Doppelbettes.

Die Flüchtlinge wurden überall untergebracht, in Wirtshaussälen, Turnhallen und in den Baracken, wo während des Krieges die ausländischen Zwangsarbeiter, die sogenannten „Fremdarbeiter“, untergebracht waren. Die Baracken waren in desolaten Zustand ohne Heizung und durch die Dächer regnete es zum Teil rein. Durch den Lastenausgleich bekamen die Flüchtlinge schließlich Zuschüsse zum Wohnungsbau. In mühevoller Arbeit, die sie hauptsächlich in Eigenleistung leisteten, bauten sie sich dann Häuser. Nicht alle Halveraner waren ihnen gut gesonnen. Es gab auch viele Neider. Aber trotz aller Hilfen. Noch mit Stand vom 15. Juli 1952 lebten Flüchtlinge in Massenunterkünften. Dazu gab die Gemeinde Halver einen Bericht heraus, wonach sich dies wie folgt darstellte:

  • 55 Wohnungen mit 132 Räumen in der Frankfurter Straße für 55 Familien mit 269 Personen
  • 4 Wohnungen mit 11 Räumen am Langenscheid für 4 Familien mit 13 Personen
  • 20 Wohnungen mit 53 Räumen am Langenscheid für 20 Familien mit 94 Personen
  • 4 Wohnungen mit 8 Räumen in Carthausen für 4 Familien mit 17 Personen
  • 6 Wohnungen mit 14 Räumen in der Vömmelbach für 6 Familien mit 29 Personen
  • 3 Wohnungen mit 8 Räumen in der Südstraße für 3 Familien mit 11 Personen
  • 14 Wohnungen mit 36 Räumen im Heidegrund für 14 Familien mit 53 Personen
  • 2 Wohnungen mit 6 Räumen in der Frankfurter Straße 111 für 2 Familien mit 10 Personen.

 

Städtepartnerschaften

Katrineholm/Schweden: Aus einer Freundschaft der Musikantengilde Halver mit der Volkstanzgruppe der schwedischen Stadt Katrineholm entstand die spätere Städtepartnerschaft, die offiziell am 30. September 1963 begründet wurde. Es entstand ein reger Austausch der Beziehungen zwischen Offiziellen, Vereinen, Schulen und Kirchengemeinden. Auf der offiziellen Homepage der Stadt Halver heißt es außerdem noch: „Aupair-Mädchen kamen nach Halver, und blieben – der Liebe wegen.“ (www.halver.de [30.08.2018]) Im Frühjahr 2012 beschloss der Katrineholmer Gemeinderat die Partnerschaft aus finanziellen Gründen zu beenden. Es besteht jedoch weiterhin ein reger Jugendaustausch zwischen dem Halveraner Anne-Frank-Gymnasium und der Katrineholmer Duvesholmsskolan. Auch ansonsten bestehen weiterhin viele bürgerschaftliche Verbindungen aller Altersgruppen.

Hautmont/Frankreich: Am 25. April 1975 wurde eine zweite Städtepartnerschaft von Halver besiegelt. Diesmal mit der französischen Stadt Hautmont. Auch fand und findet noch ein reger gegenseitiger Besuch statt. Erwähnenswert wären dazu wieder Schulen und Verbände, aber auch die Feuerwehr und Kirchengemeinden. Besondere Anlässe dieser gegenseitigen Besuche sind die Halveraner Kirmes und der bekannte Blumencorso in Hautmont. Auch hier bestehen zahlreiche bürgerliche Verbindungen zwischen den Menschen beider Städte.

 

Quellen- und Literaturhinweise

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Kalkowski, Erich: „Halver in alten Ansichten“; Europäische Bibliothek, NL-Zaltbommel 1975
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Kammenhuber, Hans-Jürgen: „Ein erzählendes Kunstwerk"; Allgemeiner Anzeiger, 05.11.2014
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Kammenhuber, Hans-Jürgen: „‚Wie mögen die Augen geleuchtet haben‘"; Allgemeiner Anzeiger, 17.06.2017
Kammenhuber, Hans-Jürgen: „Dr. Carthaus erster Allgemeinmediziner“; Allgemeiner Anzeiger, 01.02.2018
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Knitter, Christa: „Halwer oder Halfer?“; www.halver.de [19.11.2012]
Knitter, Christa: „850 Jahre Rittersitz Engstfeld“; Allgemeiner Anzeiger, 13.11.2013
Krumm, Thomas: „Als das Sauerland noch ein tropisches Flachmeer war"; Allgemeiner Anzeiger, 15.01.2015
Neuhaus, Reinhard: (Anmerkungen zur Abspaltung Schalksmühles von Halver und zur Bedeutung des Begriffes „Amt“); Facebook, Gruppe Halver/Westfalen, 16.08.2013
Ruthmann, Detlef: „Grauwacke-Tisch kaum zu realisieren“; Allgemeiner Anzeiger, 11.12.2013
Sinnwell, Werner: „Mehr geduldet als geliebt“; Allgemeiner Anzeiger, 20.08.2016
Sinnwell, Werner: „Unterkunft in Elendsquartieren“; Allgemeiner Anzeiger, 07.09.2016
Sinnwell, Werner: „Wohnungsnot nur langsam gemildert“; Allgemeiner Anzeiger, 20.08.2016
Stadt Halver: „Stadtgeschichte" www.halver.de (alte Version) [19.11.2012]
Stadt Halver: „Rund um Halver"; Bell Verlag, Halver im August 2010
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Wikipedia: „Amt (Kommunalrecht)“; de.wikipedia.org, 01.08.2013
Wikipedia: „Engstfeld (Halver)“; https://de.wikipedia.org, 03.04.2018
Wikipedia: „Halver“; de.wikipedia.org [19.11.2012]
 

Mehr zur Halveraner Geschichte unter anderem auch unter:

Halvers Industrie <> Halvers Schienenverkehr <> Halvers Post

Halvers Wasserversorgung <> Der Aussichtsturm <> Das Rathaus


 
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 08.09.2018 13:37:22 Uhr.