Die Hausgemeinschaften Waldfrieden
 
 
 
Geschichtlicher Überblick
 
Nach der geschichtlichen Darstellung auf der Homepage von Haus Waldfrieden wurde im Jahr 1895 am Hälversprung, dem Quellgebiet der Hälver, ein „Kinder- und Siechenheim“ durch die politische Instanz Halver (Amt Halver bzw. auch politische Gemeinde Halver) gegründet und betrieben (nach: „Geschichte und Entwicklung von Haus Waldfrieden“). Dies war nach dieser Darstellung der erste Vorläufer vom heutigen Hausgemeinschaften Waldfrieden.
 
Anders stellt es jedoch Halvers ehemaliger Stadtdirektor und späterer erster hauptamtlicher Bürgermeister Hans-Jürgen Kammenhuber in seiner „Stadtgeschichte“ dar. Demzufolge baute die „politische Gemeinde“ Halver erst im Jahr 1903 am Hälversprung ein Versorgungshaus, das man als Vorläufer des heutigen Haus Waldfrieden ansehen muss. Der Bau wurde durch Amtmann Otto Thomas veranlasst, nachdem dieser eine Forderung des ev. Pfarrers Ewald Dresbach nach dem Bau eines Armenhauses nachkam, die dieser bereits vor der Jahrhundertwende gestellt hatte (nach Kammenhuber, „Ein Amtmann in schwieriger Zeit“).
 
Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde daraus eine ausschließliche Altenpflegeeinrichtung. Als Ersatz für das in die Tage gekommene alte Gebäude sollte schon bald darauf ein Neubau auf dem Nachbargrundstück errichtet werden. Das Vorhaben und die Planungen zum Bau eines neuen Altenheimes liefen beim Amt Halver über mehrere Jahre. 1960 schrieb dann die Amtsvertretung einen Architektenwettbewerb dafür aus. Den ersten Preis der eingegangenen Vorschläge erhielt der Architekt Dieter Rosenbaum aus Brilon. Die Idee des Architekten die Wohn- und Gemeinschaftsräume durch zwei Innenhöfe aufzulockern hatte die Amtsvertreter überzeugt. Rosenbaum erhielt den Zuschlag für die Detailplanung und die Bauleitung. Im November 1961 begannen die Erdarbeiten für das Bauprojekt. Zwei strenge Winter bedingten längere Zwangspausen beim Bau, so dass erst 1963 das Richtfest gefeiert werden konnte. Endgültig fertiggestellt wurde das Gebäude erst im Februar 1965. Danach erfolgte zügig die Möblierung der Zimmer. Am 31. Mai 1965 fand dann auch die Einweihungsfeier statt. Amtsbürgermeister Karl-Heinz Volkenrath versprach dabei den Bewohnern „optimale Pflege und Zuwendung“.
 
Das neue Haus diente nun als Wohn- und Pflegeheim für bis zu 59 Personen. 50 Personen waren bereits im Mai 1965 eingezogen. Sie kamen überwiegend aus Halver und Schalksmühle und waren teilweise schon als Bewohner in dem alten Versorgungshaus gewesen, das noch im Jahr 1965 abgerissen wurde. Spätestens seitdem ist der Name Haus Waldfrieden für diese Einrichtung bekannt geworden.
 
Von Beginn an bis zum Jahre 1995 war die Stadt Halver Träger des Heimes. 1995 wurde dann die Betriebsträgerschaft an das Diakonische Werk Bethanien e.V. in Solingen übergeben, das auch das Seniorenzentrum Bethanien in Halver betreibt. Das Platzangebot wurde auf 35 Heimplätze reduziert und neuer Heimleiter wurde Bernd Lauermann. Er entwickelte nun ein segregatives Betreuungskonzept für an Demenz erkrankte Senioren. Dies war das Vorläufermodell der heutigen Hausgemeinschaften Waldfrieden. Einige Jahre später kaufte Lauermann die Alteneinrichtung von der Stadt Halver und betrieb sie seit Juni 2003 als e. K. (eingetragener Kaufmann als Einzelunternehmer). Als Kaufbedingung wurde die Errichtung einer Ersatzeinrichtung nach dem Hausgemeinschaftskonzept für 52 Bewohner in einem ersten Bauabschnitt vorgegeben. Danach sollten dann der Teilabriss des Altbaus und die anschließende Sanierung des Restbaues mit einem Teilneubau für weitere 32 Bewohner erfolgen. Dies geschah dann Zug um Zug und im Oktober 2006 war der erste Bauabschnitt bezugsfertig.
 
 
  
Der zweite Bauabschnitt der neuen Hausgemeinschaften
 
In der zweiten Novemberhälfte 2010 begannen, mit rund zwei Jahren Verspätung nach der ursprünglichen Planung, endlich die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt. Ursprünglich waren ein kompletter Abriss des alten, seit Oktober 2006 leerstehenden Gebäudes und ein Neubau geplant. Doch um eine bessere Finanzierungsgrundlage durch die KfW-Bank zu bekommen wurde die ursprüngliche Planung komplett überarbeitet. Verantwortlich für die Planungen war der Architekt Stefan Czarkowski vom Halveraner Büro CL Architektur. Dabei kamen ein Teilabriss und eine Teilsanierung des alten Gebäudes heraus, dessen Außenwände zum Teil stehen bleiben und das dann innen entkernt und saniert werden soll. Insgesamt waren für diese Baumaßnahme 2,4 Millionen Euro veranschlagt. 30 neue Heimplätze in drei Hausgemeinschaften sollten hier barrierefrei entstehen. Wo früher im Altbau die Tagesräume, der alte Speisesaal mit Küche und verschiedene Kellerräume waren, entstanden nun zwei Wohnküchen, ein Dienstzimmer für das Personal, die Speisekammer und Hauswirtschaftsgemeinschaften. Alle Wohnungen erhalten einen ebenerdigen, barrierefreien Eingang. Spätestens bis zum Herbst 2011 soll alles bezugsfertig sein – so die Planungen zu diesem Zeitpunkt.
 
Im März 2011 lagen die Arbeiten noch voll im Zeitplan, nachdem der Winter gut überbrückt werden konnte. Außerdem war man dabei aus dem zermahlenen Bauschutt des abgerissenen Gebäudeteils einen Damm aufzuschütten, der es den künftigen Bewohnern erleichtern soll aus dem Neubau das Freigelände zu erreichen und sich auf den rund 945 Meter langen Wege in der geschützten Anlage zu bewegen.
 
Auch drei Monate später, im Juni 2011, lag man noch im Zeitplan und auch der Kostenrahmen konnte bisher eingehalten werden. Der neue Bauabschnitt bringt zusätzliche 1.600 m² Wohn- und Nutzfläche. Energieeffizienz und neueste Sicherheitsstandards waren für die Baumaßnahme maßgebend. Ein Sattelzug aus Bremerhaven brachte allein für die Anbauten Holzbalken im Gewicht von 10 Tonnen.
 
Am 12. Juli 2011 konnten dann der Bauherr Bernd Lauermann, Architekt Stefan Czarkowski, die Handwerker und geladene Gäste das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt feiern. Lauermann dankte in seiner Rede unter anderen den Mitarbeitern des Förderkreises für tatkräftige Unterstützung, dem Bauamt für die hohe Kooperationsbereitschaft, dem Büro CL Architektur und den beteiligten Handwerkern.
 
Anfang November waren sowohl die Dacharbeiten als auch die Rohinstallationen so gut wie abgeschlossen. Ein spezielles Beleuchtungssystem spendet angenehmes Licht. Nur das Personal hat Zugang für die Lichtschalter, die das ganz helle Licht für Notfälle betätigen. Geheizt wird mit einer flächendeckenden Wandheizung und die Fensterbänke sind höhenmäßig so ausgelegt, dass auch die Rollstuhlfahrer problemlos aus dem Fenster schauen können.
 
Im April 2012, konnte dann endlich auch der zweite Bauabschnitt nach seiner Fertigstellung bezogen werden. Am 02. Mai 2012 besuchte der CDU-Politiker Armin Laschet anlässlich der Neueröffnung des zweiten Bauabschnitts das Haus Waldfrieden zwei Wochen vor der Landtagswahl. Mit von der Partie war auch Oliver Fröhling, der für die CDU im heimischen Wahlkreis 123 kandidierte. Ebenfalls waren auch einige CDU-Mitglieder aus Halver anwesend, so beispielsweise auch der damalige Bürgermeister Dr. Bernd Eicker. Sogar das Thema der Kinderbetreuung kam im Rahmen des Besuches von Armin Laschet auf die Tagesordnung. Bernd Lauermann zieht nämlich die Errichtung eines Betriebskindergartens in Erwägung. Damit will er dem Fachkräftemangel mit der Bindung berufstätiger Mütter in Pflegeberufen begegnen. Allerdings sei dies ohne öffentliche Fördermittel für einen privaten Investor nicht realisierbar. Auch wenn CDU-Landtagskandidat Oliver Fröhling bislang keine Zusagen machen konnte, so unterstützte er doch die gute Idee von Bernd Lauermann und sagte: „Die Wirtschaft kann es sich im Zuge des Fachkräftemangels einfach nicht mehr leisten, auf die Arbeitskraft der Frauen zu verzichten.“
 
 
Haus Waldfrieden heute
 
So präsentiert sich auch heute (im Februar 2017) noch diese Einrichtung für insgesamt 84 Personen, die nun von der Waldfrieden KG Halver unter Geschäftsführer Bernd Lauermann betrieben wird. Die Waldfrieden KG Halver ist Mitglied im Verband Deutsche Alten- und Behindertenhilfe e.V. Essen (VDAB).
 
Mit der Übernahme der Einrichtung durch Bernd Lauermann zu Anfang des neuen Jahrtausends wurden die strukturellen Grundsätze samt dem Konzept konsequent an die Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen angepasst. Der Gebäudecharakter veränderte sich vom großen, mehrgeschossigen Wohnblock in kleine Hausgemeinschaften mit Dorfcharakter in einem großen, weitläufigen Gelände am Hälversprung von 12.500 m² direkt am Waldrand.
 
Das Konzept dieser Hausgemeinschaften orientiert sich am so genannten Hausgemeinschaftsmodell, das vom Kuratorium deutsche Altershilfe (KDA) als besonders geeignete Lebensform für an Demenz erkrankte Menschen angesehen wird. Die Mitglieder solcher Hausgemeinschaften leben nicht in Wohnbereichen oder Stationen, sondern in kleinen Gemeinschaften zusammen, die hier ihr Leben teilen. Insgesamt gibt es im Waldfrieden neun solcher Hausgemeinschaften mit acht bis maximal dreizehn Bewohnern, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsorgt, betreut und gepflegt werden. Gemeinsam mit den Bewohnern bemühen sie sich hier einen Alltag zu gestalten, der sich am früheren selbständigen Leben der Bewohnerinnen und Bewohner orientiert.
 
Die Bewohner nehmen aktiv an Alltagstätigkeiten teil. Dazu gehört das mit dem Personal gemeinsame Vorbereiten der Mahlzeiten genauso wie das Decken der Tische oder andere Arbeiten bis hin zum Wäsche waschen und Bügeln oder Staubwischen und beim Putzen helfen. Ein regelmäßiger Besuch von Angehörigen ist erwünscht und fast immer möglich, da es auch keine festgelegten Besuchszeiten gibt. Feste, Feiern, und der Besuch des Wochenmarktes sorgen für Normalität und sogar Ausflüge oder mehrtägige Urlaubsfahrten finden sich im Angebot der Einrichtung und werden von den Bewohnern gerne genutzt.
 
Eine große Wohnküche, in der sich ein großer Teil des täglichen Lebens abspielt, gehört zu jeder Hausgemeinschaft. Sie bildet gewissermaßen den zentralen Treffpunkt und ist ein beliebter Mittelpunkt für weitere Aktivitäten. Außer dem Kochen und Essen führt auch der soziale Dienst hier Beschäftigungsangebote durch und die örtlichen Pfarrer halten hier für die Bewohner Gottesdienste ab.
 
 
Tiere sollen das Heimleben bereichern
 
Im Haus Waldfrieden gehören auch Haustiere zum Alltag der Bewohner. Die konnten schon Hühner, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen betreuen und füttern. Eine ideale Alternative zum tristen Heimleben in der Stadt kann den Bewohnern der Hausgemeinschaften in der idyllischen Landschaft am Hälversprung damit geboten werden. Und die Heimbewohner nehmen dies gerne an.
 
Im Sommer 2011 waren es aktuell zwei Katzen, von denen eine aus dem Tierheim stammte und die zweite von einer Mitarbeiterin mitgebracht wurde, die das Tier zu Hause nicht versorgen konnte. Damals gab es neben sieben Kaninchen auch die drei Meerschweinchen, von denen eins Emma Peel und ein weiteres John Steed genannt wurde – ganz nach der Krimiserie „Mit Schirm, Charme und Melone“, an die sich einige Heimbewohner sicher noch gut erinnern können. Die Meerschweinchen standen damals bereits kurz vor dem Nachwuchs.
 
 
Erweiterungsbauten für 2019 geplant
 
Bereits Anfang 2017 wurde bekannt, dass das Haus Waldfrieden auf neue Konzepte und Angebote bei der Versorgung und Betreuung setzt.  Deutliche Erweiterungen sind dafür notwendig. Nicht nur funktional, sondern vor allem auch bauliche. Der Ausschuss für Planung und Umwelt der Stadt Halver sollte bereits eine Nutzungsänderung im Februar 2017 für das Gebiet Hälversprung beschließen. Ziel war es dann insgesamt 1,9 Hektar Fläche als „Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Alten- und Pflegewohnen“ zu erhalten, auf die man weitere Gebäude setzen könnte. Zwei sind zu diesem Zeitpunkt geplant, in denen je eine Gruppe mit neun Personen zur Tagespflege betreut werden könnten. Die Neubauten könnten oberhalb der vorhandenen Häuser, im Kreuzungsbereich an der Eisenbahnbrücke unterhalb der ehemaligen Firma Jung-Boucke oder im Tal bei den Fischteichen errichtet werden. Auf dem früheren Jung-Boucke-Parkplatz könne ein weiterer Neubau mit 15 rollstuhlgerechten Wohneinheiten für ein betreutes Wohnen entstehen.
 
Der erste Schritt für diese ehrgeizigen Projekte erfolgte bereits im Februar 2017. Der Ausschuss für Planung und Umwelt der Stadt Halver hatte als erstes Gremium die Einleitungsbeschlüsse für die Änderungen von Bebauungs- und Flächennutzungsplan gefällt. Dies geschah ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung aus den Reihen der Grünen. Vor allem SPD und CDU waren von den Plänen sehr angetan. Damals ging Bernd Lauermann noch von einem Bau 2018 und einem Bezug im Frühjahr 2019 aus. Momentan sieht es aber so aus, dass sich dies um ein Jahr nach hinten verschiebt.
 
Am 6. März 2017 beschloss der Rat der Stadt Halver das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes sowie das zur Aufstellung des Bebauungsplanes im Sinne von Haus Waldfrieden einzuleiten. Die Öffentlichkeit wurde daran vom 23. März 2017 bis zum 28. April 2017 beteiligt. Die Pläne waren im Gebäude Von-Vincke-Straße 26, Zimmer 4, ausgelegt. Zudem fand am 6. April 2017 eine Bürgeranhörung im Sitzungssaal des Rathauses statt. Bei dieser blieben die drei Verwaltungsmitarbeiter aus mangelndem Interesse der Bürgerschaft jedoch unter sich.
 
Am 6. September 2017 ging es im Planungsausschuss und am 25. September 2017 im Rat der Stadt Halver noch einmal um die gewünschten Änderungen im Flächennutzungs- und Bebauungsplan. Im zuständigen Fachbereich Bauen und Wohnen gab es schon vorab keine Bedenken gegen die Änderungen. Auch die zu beteiligenden Behörden hatten keine Bedenk en gegen die Pläne vorgetragen.
 
Da das Haus Waldfrieden bereits seit 2017 mit einer neuen Wohnform arbeitet, bei der die Bewohner jetzt Wohnung, Betreuung und Pflege einzeln, nach Bedarf, buchen können, sind die Plätze im Haus Waldfrieden keine „Heimplätze“ im engeren Sinne mehr. Dadurch ergab sich dann auch Handlungsbedarf beim Förderkreis für die Seniorenheime. Auf seiner Mitgliederversammlung am 21. November 2017 im Seniorenheim Bethanien beschloss der Förderkreis eine entsprechende Satzungsänderung, um auch das Haus Waldfrieden satzungemäß und weiterhin unterstützen zu können. Die Änderung war zuvor mit dem Finanzamt abgestimmt worden, da es beim Förderkreis ja auch um die Gemeinnützigkeit geht. Neben dem 1. Vorsitzenden des Förderkreises, Rainer Filling, waren 13 Mitglieder zur Versammlung gekommen. Der Satzungsänderung wurde einstimmig zugestimmt.
 
In seinem Artikel „Haus Waldfrieden plant Baustart für Frühjahr 2019“ (Allgemeiner Anzeiger vom 23.05.2018) schreibt Florian Hesse das die Weichen politisch und planerisch gestellt seien und man in Haus Waldfrieden von einem Baubeginn im Frühjahr 2019 ausgehe. Bezugsfertig wären die Bauten dann ein Jahr später, im Frühjahr 2020. Zu diesem Zeitpunkt stand die Abstimmung des Raumkonzeptes für Juli 2018 auf dem Programm, sagte Matthias Lauermann. Und weiter hieß es, dass voraussichtlich im September 2018 die nötigen Bauanträge gestellt werden könnten.
   

Kontaktmöglichkeiten

 

Hausgemeinschaften Haus Waldfrieden Halver,
Zum Hälversprung 7-11, 58553 Halver,

Telefon: 02353-66610, Email: info@waldfrieden-hausgemeinschaften.de,

Internet: http://www.waldfrieden-hausgemeinschaften.de/

  
  
Das „Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden e.V.“ und „Sentiris e.V.“
 
Neben baulichen und Angebots-Erweiterungen geht vom Haus Waldfrieden auch eine starke Aktivität in Richtung Oberbrügge. Die Geschäftsführung und die Leitung von Haus Waldfrieden ergreifen nach eigenen Aussagen konsequent Partei für ältere und demenziell betroffene Menschen. Dabei sucht man ständig auch nach neuen, innovativen Wegen bei der Altenhilfe und bemüht sich den Menschen ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen. Dies sind auch mit Gründe dafür, dass der gemeinnützige Verein Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden e.V. gegründet wurde.
 
Verantwortlicher Ansprechpartner des Vereins ist Kristian Hamm, der die Leitung des Sozialen Dienstes im Haus Waldfrieden innehatte Schon 2016 übernahm der Verein die ehemalige katholische Kita in Oberbrügge. Spätestens seit damals war bekannt, dass sich der Verein umbenennen und umstrukturieren wollte. Neuer Name sollte dann Sentiris e.V. werden. Der Name leitet sich ab von dem lateinischen Verb „sentire“, was zu Deutsch so viel wie „denken“, „erkennen“ oder „verstehen“ bedeutet. Hinter Sentiris e.V. steckt viel mehr als nur die Trägerschaft einer Kita. Wie Kristian Hamm schon 2016 sagte, soll im Laufe der Zeit ein Bildungszentrum, bestehend aus Grundschule, Kita, Bürgerhaus, Jugendzentrum, Sportvereinen und dem geplanten Dorfladen entstehen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte auch noch ein betreutes Wohnen für Senioren hinzukommen. Ziel sei es die Lebensqualität in Oberbrügge zu erhöhen.
 
Im Schnitt einmal im Monat findet der beliebte Mittagstisch für Oberbrügge-Ehringhausen statt. Für den Unkostenbeitrag von 3,00 Euro gibt es immer eine gute Portion mit Nachtisch und Getränken. Als Veranstalter zeichnen sich, lt. Homepage von Haus Waldfrieden, das Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden e.V. und Sentiris Halver. Beide sind auf der Homepage auch unter Zusammenarbeit aufgelistet. Der Link aufs Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden e.V. geht allerdings auf die Website von Sentiris e.V., die allerdings noch im Aufbau ist.
 
 
Quellen- und Literaturverzeichnis
 
Allgemeiner Anzeiger: „Planauslegung und Bürgeranhörung“; Allgemein er Anzeiger, 14.03.2017
Allgemeiner Anzeiger: „Neue Wohnform im Waldfrieden“; Allgemeiner Anzeiger, 23.11.2017
Fraune, Marco: „Früheres Altenheim wird teilweise abgerissen“; www.come-on.de, 23.11.2010
Haus Waldfrieden: „Geschichte und Entwicklung von Haus Waldfrieden“; www.waldfrieden-hausgemeinschaften.de, [09.02.2017]
Haus Waldfrieden: „Über uns – Haus Waldfrieden in Halver“; www.waldfrieden-hausgemeinschaften.de, [09.02.2017]
Haus Waldfrieden: „Hausgemeinschaften – Das besondere Konzept“; www.waldfrieden-hausgemeinschaften.de, [09.02.2017]
Hesse, Florian: „In Würde alt werden in der ambulanten WG“; Allgemeiner Anzeiger, 09.02.2017
Hesse, Florian: „Breite Zustimmung für Planung von Haus Waldfrieden“; Allgemeiner Anzeiger, 17.02.2017
Hesse, Florian: „Nächster Schritt für das Haus Waldfrieden“; Allgemeiner Anzeiger, 01.09.2017
Hesse, Florian: „Haus Waldfrieden plant Baustart für Frühjahr 2019“; Allgemeiner Anzeiger, 23.05.2018
Holz, Emanuel: Neuer Kita-Träger in Oberbrügge“; www.come-on.de, 02.12.2016
Kammenhuber, Hans-Jürgen: „Vom Versorgungshaus zum Altenheim“; Allgemeiner Anzeiger, 30.05.2015
Kammenhuber, Hans-Jürgen: „Stadtgeschichte“; www.halver.de, [09.02.2017]
Kammenhuber, Hans-Jürgen: „Ein Amtmann in schwieriger Zeit“; Allgemeiner Anzeiger, 18.02.2017
Maximowitz, Dirk: „Der Abriss…“ (Artikel enthielt keine Überschrift); www.derwesten.de, 23.11.2010
Mylonas, Simone: „‚Waldfrieden 2’ gewinnt an Form“; www.derwesten.de, 23.03.2011
Mylonas, Simone: „‚Waldfrieden 2’ feiert Richtfest“; www.derwesten.de, 13.07.2011
Teipel, Elke: „Haustiere bereichern das Heimleben“; www.derwesten.de, 01.06.2011
Teipel, Elke: „Bald weitere Wohngruppen in Waldfrieden“; www.derwesten.de, 29.06.2011
Teipel, Elke: „Waldfrieden-Ausbau im Zeitplan“; www.derwesten.de, 28.10.2011
Zacharias, Frank: „‚Haus Waldfrieden II’ feiert Richtfest“; www.come-on.de, 13.07.2011
Zacharias, Frank: „‚Schattenminister’ zu Gast: Armin Laschet im Haus Waldfrieden“; www.come-on.de, 02.05.2012
 

 
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